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275 Unsigned Reviews
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Cover  
Aborted - Slaughter & Apparatus: A Methodical Overture (CD)
Label: Century Media
VÖ: 16.02.2007
Homepage
Art: Review
C h r i s
C h r i s
(124 Reviews)
8.0
Belgiens Hobby-Pathologen metzgern wieder!
Das Death/Grind-Aushängeschild lässt einen weiteren, frischen, lecker-blutigen Fleischklumpen auf seine halbtoten Patienten niederplatschen, nun also via Century Media Records! Und was für ein Blutbad da veranstaltet wird!
Aborted loten Technik und totales Geknüppel in perfekter Weise aus, scheuen aber auch den Kontakt mit modernen Elementen in keinster Weise, wie schon am Vorgänger "The Archaic Abattoir" bewiesen! Irrwitzige Blasts treffen auf mächtige Grooves oder zerbrechliche Melodien, ja sogar ein Keyboard taucht kurz auf!
Das technische Niveau ist sehr hoch: Ungemein ausgefeilte Gitarrenarbeit und komplexes Drumming malen die, mit Rhythmus – und Richtungswechsel vollgespickte, musikalische Vision der Metzgermeister vor`s geistige Auge! Eingetrommelt übrigens von David Haley (Psycroptic), mehr muss wohl nicht gesagt werden!
Und weil wir gerade davon sprechen: Auch weitere prominente Gäste haben ihren Weg auf "Slaughter & Apparatus…" gefunden, nämlich Jacob Bredahl und Hendrik Jacobsen (Hatesphere), sowie ein gewisser Jeff Walker (Carcass)!
Doch zurück: Schädelspaltende Riffs, gnadenlose Blasts, filigrane Solos, ständig zwischen Growls und Screams wechselnde Vocals lassen den roten Lebenssaft gerinnen, noch bevor er den kalten, weißen Fließenboden erreicht!
Der Fünfer agiert mit der Präzision eines Herzchirurgen, doch anstatt mit Skalpell und Tupfer, wird mit Vorschlaghammer und Kettensäge durch zartes Fleisch gepflügt!

Auch wenn das, ähm… „leicht“ Carcass-lastige Drittwerk "Goremageddon: The saw and the carnage done" ungeschlagen bleibt, beweisen Aborted einmal mehr, dass Technik, Abwechslung und ausgefeiltes Songwriting auch im Extrem-Sektor funktioniert, und dabei nicht zu Lasten der Brachialität gehen muss!
Von Tue Madsen (Antfarm Studios) in perfekten Sound gehüllt, werden hierbei jedem Freizeit-Rippenspreizer wohlige Schauer über den Rücken laufen, natürlich vorausgesetzt, er weilt nicht in der Vergangenheit und schenkt auch „neuen“ Wegen der Autopsie sein Gehör!
Trackliste
  1. The chondrin enigma
  2. A methodical overture
  3. Avenious
  4. The spaying séance
  5. And carnage basked in its ebullience
  6. The foul nucleus of resurrection
  1. Archetype
  2. Ingenuity in genocide
  3. Odious emanation
  4. Prolific murder contrivance
  5. Underneath rorulent soil
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