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Cover  
Aura Noir - The Merciless (CD)
Label: Tyrant Syndicate/ Peaceville Records
VÖ: 01.11.2004
Homepage
Art: Review
DarkScene
10.0
Ist denn das die Möglichkeit? Aura Noir haben ein neues Album herausgebracht?
Nach nunmehr 6-jähriger Pause ist also ein Nachfolger von „Deep Tracts of Hell“
entstanden. Viele werden jetzt sagen, daß da doch noch „Increased Damnation“ erschienen ist. Da es sich hierbei aber um eine Wiederveröffentlichung der legendären Mini-CD „Dreams Like Desserts“ plus bis dato unveröffentlichtem Rehearsal-Material mit Fenriz von Darkthrone als Sänger plus Liveaufnahmen handelt, kann diese Scheibe eigentlich nicht als Studioalbum bezeichnet werden.
Trondr Nefas von Urgehal hat also Recht gehabt, als er mir nach ihrem heurigen Gig in Wien Ende Juni versichert hatte, daß Aura Noir noch bestehen würden und bereits ein volles Album aufgenommen hätten, aber nur kein geeignetes Label dafür in Sicht wäre.
Nun, das Problem mit dem Label hat sich also erledigt, Tyrant Syndicate Productions erweist sich sicherlich als das Label für eine Band wie Aura Noir, ist es doch von Darkthrone und Peaceville (ehemaliges Label von Darkthrone) gemeinsam in Kooperation gegründet worden, zur Promotion von Bands, die sie gut kennen und mögen und einem breiteren Publikum zugänglich machen wollen. Desweiteren sind die Mitglieder untereinander gut befreundet, wodurch einer guten Zusammenarbeit nichts mehr im Wege stehen dürfte. Und wo schon mal fruchtbarer Boden ist, da gedeihen auch Früchte. Soll heißen, wir können uns auf weitere Alben freuen und eventuell sogar einem Live-Auftritt entgegenfibern. Leider hatte ich noch nicht das Vergnügen, die Jungs live zu sehen, ihren damaligen Gig in Wien und meines Wissens nach auch ihren bisher einzigen in Österreich, zusammen mit Infernö und Nocturnal Breed, konnte ich nicht miterleben. Doch haben sie schon des öfteren in Norwegen gespielt und dort sogar einmal (im Osloer Elm Street bei ihrem Debütkonzert) die Headliner Darkthrone um einiges übertrumpft und in Grund und Boden gespielt!!! Wir können uns also auf einiges
gefaßt machen...
Es ist also wahr, und als Fan der ersten Stunde dieser Band freut mich das ganz besonders, hatte ich doch schon gedacht, Aura Noir wären inzwischen in der Versenkung verschwunden...
Sehr erfreulich auch, daß sich Blasphemer von Mayhem wieder dazugesellt hat (er hat sich nach „Black Thrash Attack“ verabschiedet) und sich in Sachen Soli wieder so richtig austoben kann! Und, wie soll es anders sein, Apollyon und Aggressor wechseln sich nach wie vor an Bass und Gesang bzw. Schlagzeug ab, was sich ja bisher immer bestens bewährt hat. Derjenige, der den Song und die dazugehörigen Lyrics schreibt, singt auch und zupft den Bass bzw. spielt die Rhythmusgitarre.
Umsomehr bin ich dann überrascht, als die ersten Klänge auf mich hereinstürzen!
Schwere, bretterharte Riffs ala Nocturnal Breed leiten das Inferno ein, um dann sogleich völlig überraschend, aber dennoch gezielt durch zwei punktgenaue Breaks in ein gewohnt wahnwitzig-schnelles Riffing ala Aura Noir überzuleiten, daß einem die Spucke wegbleibt!!! Aura Noir haben ihren Stil inzwischen derart perfektioniert und die einzelnen Instrumente und der Gesang sind so perfekt aufeinander abgestimmt, daß das Zuhören eine wahre Freude bereitet und einen die Songs von der ersten Minute an mitreißen. Hyperschnelle Beats wechseln sich gekonnt mit gemütlichen Passagen ab, sodaß der Sound mal speedig und thrashig, aber auch rockig und sogar punkig daherkommt, und dies äußerst gefinkelt, mit einem bemerkenswerten Einfallsreichtum und einer unglaublichen Genialität.
Doch im Vordergrund steht immer ein äußerst aggressiver, druckvoller und blasphemischer Gesang, der förmlich die Dämonen in diesen Musikern aufkommen läßt, und immer wieder kommt auch ein äußerst schönes und gefühlvolles Solo von Blasphemer mit den üblichen, genial schrägen Quietschern zum Vorschein.
Das Abwechseln der beiden Musiker geschieht inzwischen mit solch einer Professionalität, daß man kaum einen Unterschied heraushören kann und es sich zeitweise anhört, als wäre es immer derselbe Vokalist bzw. Schlagzeuger.
Apropos Schlagzeuger: In diesem Belangen haben die beiden Musiker nicht nur in Punkto Geschwindigkeit, sondern auch in Sachen exakte Breaks, Stopps,
und Rhythmus- bzw. Tempowechsel um einiges zugelegt!
Das Ergebnis sind Songs, bei denen wieder einmal die Einflüsse der alten Thrash-Götter wie Slayer, Sodom, Kreator, Destruction, aber auch Whiplash, Razor, Death Angel und Annihilator zum Vorschein kommen, doch werden auch Parallelen zu Hellhammer bzw. Celtic Frost, Metallica und sogar Deep Purple oder Thin Lizzy deutlich, später werden dann noch Elemente von den schwedischen Bewitched oder von Goddess of Desire vorgetragen, jedoch immer mit dem besonderen und unverkennbaren, dreckig-rotzigen Aura Noir-Feeling.
Eine ganz besonders bemerkenswerte Leistung stellen die beiden Songs „Black Metal Jaw“ und „Black Deluge Night“ dar, mit denen Aura Noir den eigentlichen Schöpfern des Black Metal, den glorreichen Venom, huldigen, und zwar in einer ausgesprochen würdigen und ehrvollen Art und Weise - Venom selbst könnten es nicht besser machen!
Insgesamt sind die Songs wieder mehr an „Black Thrash Attack“ orientiert, aber auch die hyperschnellen Passagen, wie wir sie von „Deep Tracts of Hell“ kennen, kommen keineswegs zu kurz, sie werden sogar teilweise noch schneller und präzieser gespielt!!!
Auch die Produktion ist mehr als gelungen, der Sound kommt fett und druckvoll aus den Boxen, lediglich der Gesang ist stellenweise etwas zu laut, sodaß das Riffing leicht übertönt wird. Der Gesang wirkt jedoch aufgrund seiner Intensität niemals übersteuert oder störend, vielmehr entstehen dadurch richtige Haßtiraden! Als krönender Abschluß dieser Scheibe wird der Song „Merciless“ präsentiert, und der aufmerksame Zuhörer wird sicherlich gleich erkennen, daß dieser nicht nur in Bezug auf den Titel ganz im Zeichen der alten schwedischen Thrash-Death-Ikonen steht.
Aura Noir machen also ihrem Attribut „The Uggliest Band in the World“, das ihnen seinerzeit von Hammerheart Records zu „Deep Tracts of Hell“ verliehen wurde,
wieder einmal alle Ehre!!!
Als einziges Manko dieser Scheibe kann die etwas dürftige Spieldauer von 27 min betrachtet werden sowie das absolut einfallslose und nichtssagende Cover.
Dies sollte jedoch den wahren Thrasher und Aura Noir-Fan nicht davon abhalten,
sich dieses Album zuzulegen, da „The Merciless“ zweifellos ein absolutes Meisterwerk geworden ist und einen mehr als würdigen und gelungenen Nachfolger von „Deep Tracts of Hell“ darstellt. Pflichtkauf!!!

Keep on thrashing!!!

Myotis
Trackliste
  1. Upon The Dark Throne
  2. Condor
  3. Black Metal Jaw
  4. Hell's Fire
  1. Black Deluge Night
  2. Funeral Thrash
  3. Sordid
  4. Merciless
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