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Nils Patrik Johansson
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14.10.2018
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Cover  
Life Of Agony - River Runs Red (CD)
Label: Roadrunner Records
VÖ: 1993
Homepage | MySpace
Art: Classic
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RedStar
RedStar
(243 Reviews)
Dem gammeligen Kellerproberaum und den einschlägigen Kleinbühnen entsprungen machten sich die vier Glücksritter aus Brooklyn, NY auf, in die Fußstapfen ihrer „Nachbarn“ und Labelmates Type O Negative zu treten. Stolz auf ihre Herkunft und ihre musikalischen Einflüsse und beflügelt durch den Einstieg des ehemaligen TON-Drummers Sal Abruscato schnappte man sich kurzerhand noch deren Keyboarder Josh Silver (weiterer Querverweis auf die New Yorker), um mit vereinten Kräften mit "River Runs Red" - einem Hybrid aus Metal und Hardcore (der seinen Beitrag zur gegenseitigen Genreöffnung leistete) - ihr Debutalbum aufzunehmen und via dem damaligen State-Of-The-Art Underground-Semi-Major-Label Roadrunner auf die hungernde Metalwelt loszulassen.

Egal, ob "Through and Through", "This Time", "Underground", oder der Titeltrack – das ganze Album ist ein einziges Groovemonster mit dick rockenden, sägenden Gitarrenwänden, geprägt von geilen Rhythmuswechseln und Breaks. Die Saitenfraktion sorgte für die entsprechenden Backingvocals und Hardcore-Gangshouts. Einzig das etwas ruhiger gehaltene "Bad Seed" bricht leicht aus dem typischen Life Of Agony – Schema aus.



Der typische Type O Negative Charme ist ebenfalls omnipräsent auf dem Album (siehe z.B. "Words And Music" oder "Respect"), was der Band anfangs aber eher zum Vorteil gereichte und durch eine nicht irrelevante Tatsache relativiert wurde: Outstanding auf diesen 50 Minuten Emotionsmusik ist der überragende Gesang von Keith Caputo. Das originelle Organ des kleinen Mannes, der mit seiner einzigartigen Stimme mehr als mächtig rüberkam und das Kunststück vollbrachte, seinen Gesang sowohl songdienlich perfekt einzubetten und doch weit über die Musik zu erheben, verlieh der Musik von LOA Seele, Tiefe, Herz und Emotionen. Exkurs: Wer Volbeat kennt, der weiß sofort, dass sich Meister Poulsen nicht nur an Elvis, Glenn Danzig, Johnny Cash oder Jim Morisson orientierte, sondern auch eine gehörige Portion Keith Caputo daruntermischte.

Inhaltlich ist "RRR" ein konzeptionell geprägtes Album rund um das Thema „Suizid“, das Scheitern und das Unvermögen mit dem sozialen Umfeld, das den Protagonisten umgibt, umzugehen und die Alltagsherausforderungen und –probleme zu meistern. Wenngleich das lyrische Konzept von Basser Alan Robert stammte, so vermochte sich Keith Caputo meisterlich in den Beschriebenen hineinzufühlen. Sein introvertierter, schwieriger Charakter erleichterte dem Sänger dabei höchstwahrscheinlich die authentische Replizierung des Textkonzepts.

"RRR" ist ein starkes, eindringliches Stück Musik, ein tolles Album in der Schnittmenge zwischen Hardcore und Metal mit einer Riesenportion Emotion. Obwohl das Album ein wenig im Schatten der übermächtigen Type O Negative steht, verstanden es Life Of Agony – nicht zuletzt aufgrund des überragenden Sängers Keith Caputo – ihr eigenes Profil herauszuarbeiten und mit Spitzenalben wie "Ugly" weiter zu festigen (bevor sich die Band in weiterer Folge weiter in Richtung Alternative entwickelte). "RRR" ist ein großartiges Album von einer großartigen Band mit großen, emotionsgeladenen Hymnen und Mitbrüllern für die (Metal-)Ewigkeit.
Trackliste
  1. This Time
  2. Underground
  3. Monday
  4. River Runs Red
  5. Through And Through
  6. Words And Music
  7. Thursday
  1. Bad Seed
  2. My Eyes
  3. Respect
  4. Method Of Groove
  5. The Stain Remains
  6. Friday
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