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Judas Priest, Stam-Ped
02.04.2002, Komma, Wörgl 
 
Wenn´s mal so weit ist, dass eine DER Legenden des Metal im Wörgler Komma auftreten muss, dann stellt man sich als Fan, der noch das Glück hatte PRIEST auf ihrem Höhepunkt mitzukriegen, doch so einige Fragen.
DarksceneTom
DarksceneTom
(135 Live-Berichte)
Wenn´s mal so weit ist, dass eine DER Legenden des Metal im Wörgler Komma auftreten muss, dann stellt man sich als Fan, der noch das Glück hatte PRIEST auf ihrem Höhepunkt mitzukriegen, doch so einige Fragen. Naja offiziell hiess es, das JUDAS PRIEST diesen Gig aufgrund der Location und des Termins nur zwischenzeitlich eingeschoben haben - trotzdem ist es sonderbar eine Grösse wie Priest in einem Klub wie dem Komma belauschen zu dürfen. Andererseits auch eine recht coole Sache so einen Act mal unter derarten Rahmenbedingungen bewundern zu können (auch wenn diese Gaudi durch den Eintrittspreis von 35€ bitter untermalt wird...).
Was soll´s den Leuten war´s anscheinend egal (mir sowieso :-)) und die Hütte war pfropfvoll.

Eröffnet wurde der Spass von einer (so glaube ich dem Dialekt nach urteilen zu können) Unterlandler Kombo namens STAM PED. Die sehr junge Truppe hat sich dem traditionellen Metal mit leichten Power Ansätzen verschrieben und einen optisch sehr Priest-rippigen mit beachtlich whimpigen gefranztem Lederhandschuh ausgestatteten Shouter im Programm. Grundsätzlich kann man zu den Jungs sagen, dass sie sicherlich talentiert sind, gute Vocals auffahren können und auch in Punkto Stageacting (bis auf einige recht peinliche Gesten des Frontmanns) recht flockig rüberkommen. Alle Songs waren zwar nicht grad eine Offenbarung, der Gesamteindruck war aber doch eher positiv, auch wenn doch einiges des Gehörten an bereits bekanntes Material grösserer Bands erinnerte. Trotzdem kann man STAM PED als einen weiteren Tiroler Undergroundact im Auge behalten.

Dann war endlich wieder mal Zeit für echten, auf die notwendigen Zutaten konzentrierten Heavy Metal. Nix mit Keyboards, nix mit bösem Image und Kleister in der Fresse und nix mit Frauengesang! Auch wenn Demolition" ein Furz im Wind war und unnötig wie ein Skin, JUDAS PRIEST waren, sind und bleiben einfach eine Macht. Optisch wird die Aktion zwar in Anbetracht der ausgemergelten Fressen und Gestalten der alten Herren immer mehr zum Horrortrip, aber musikalisch werden die Metal Relikte wohl auch noch Jahre nach ihrem Ableben für einen Grossteil der jungen Metalfraktion eine unüberwindbare Hürde bleiben. Bis auf drei (eh akzeptable) Nummern der aktuellen Scheibe war die Setlist mal wieder ein feinster Streifzug durch die Hitlist des Priest Backkataloges und wenn man sich´s leisten kann Hämmer wie "You´ve Got Another Thing Coming" oder "Ripper" oder oder oder nicht im Set zu haben, sollte auch der letzte Unterwasserhirnakrobat (hier meine ich vor Allem die erste Reihe des Eisregen Gigs!) abchecken, wo der Hammer hängt. Knapp 100 min. gab´s ein ums andere Stahlgebräu in die Birne und Ripper Owens bestätigte nachhaltig, dass er sowohl in Hinsicht der optischen Performance als auch der stimmlichen Fähigkeiten einen absolut würdiger Ersatz für Rob Halford darstellt und vor Allem mit seiner jugendlicheren Dynamik ein mittlerweile sehr wichtiger Bestandteil der Altherrenmannschaft geworden ist.
Über die Songauswahl und das Fehlen einiger Klassiker lässt sich zwar diskutieren, aber PRIEST müssten wohl mehrere Stunden spielen, um alle Hits durchzuklopfen und sogesehen kann man auch in dieser Hinsicht keinerlei Kritik anbringen.

Fazit: Geiles und "echtes" Metal Konzert, sowohl die Band, als auch das Publikum (inkl. des fetten besoffenen Bauerntrottels im Holzfällerhemd, der ständig mit Bierbecher ausgerüstet um die Holde rumg´schwungen is...) hatten offensichtlich Spass und der Sound war bis auf einige übersteuerte Vocals gegen Ende auch OK.
Sogesehen ein sehr reinigender und befriedigender Metal Abend und auch wenn mir die Show im Hafen damals (vielleicht auch aufgrund des weit höheren Alkspiegels) um einiges besser gefallen hat, bestätigten PRIEST wieder nachhaltig, dass wohl noch eine Weile mit ihnen zu rechen sein wird.

(Bleibt noch die Hoffnung das derarte "Legenden-Clubevents" schwer in Mode kommen und ich mir bald MAIDEN im Gemeindesaal Hötting anschaun kann.........dann halt so ca. um 134€ wahrscheinlich.......)
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