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Savatage, Blaze, Vicious Rumors
01.02.2002, Komma, Wörgl 
 
Endlich mal wieder ein geiles Power Metal Event der alten Schule vor Augen fanden sich ca. 400-500 Metalheads im Wörgler Komma ein.
DarksceneTom
DarksceneTom
(130 Live-Berichte)
Endlich mal wieder ein geiles Power Metal Event der alten Schule vor Augen fanden sich ca. 400-500 Metalheads im Wörgler Komma ein. Aufgrund der Tatsache, dass dieses absolut befriedigende Package weder den bayrischen Raum, noch Salzburg oder Südtirol besuchen würde, wär aber wohl die Entscheidung, den Gig in Innsbruck (Hafen) durchzuziehen sinnvoll gewesen, denn es wären wohl auch genügend Besucher gekommen, um diesen zu füllen und das Komma war meiner Meinung nach eher überlastet und brutal überfüllt.

Die 80er Götter VICIOUS RUMORS hatten die Ehre den Abend zu eröffnen und ich war doch sehr gespannt, ob es die Amis schaffen würden, die letzten (sehr schwachen) Alben vergessen zu machen und vor Allem, ob sich der neue Sänger der Jungs wirklich als würdig erweisen sollte, die alten Klassiker der Band zu intonieren. Abgesehen von der Optik (...irgendwie erinnert der Typ an einen GTI fahrenden Bauernfußballer, der gerade sein erstes Tatoo eingepeckt bekommen hat und einfach nur eine scheiß Frisur trägt... ) hat der Mann meiner Ansicht nach voll überzeugt, und schmetterte die VR Hits im Stile des unvergessenen Ausnahmesängers Carl Albert (R.I.P.) absolut fähig in die Menge. Vor Allem die Setlist des ca. 35 min. Auftrittes zeigte deutlich, dass auch VICIOUS RUMORS von ihren letzten Werken wenig überzeugt sind, denn bis auf einen neueren Song gab es ausschließlich Hits der Götteralben „Digital Dictator“, „Vicious Rumors“ und „Welcome To The Ball“ zu hören.
In dieser Verfassung und mit diesem Sänger könnten es VR wirklich schaffen, erstmals seit „Word Of Mouth“ ein erdiges Power Metal Geschoß zu kreieren – Ich hoffe es zumindest!

Dann war Zeit für eine der wohl umstrittensten Metal – Persönlichkeiten der letzten Jahre. Der ungeliebte (und teils zu Unrecht verteufelte...) MAIDEN Aushilfsshouter Blaze Bailey enterte die Bühne und legte mit seiner jungen Kombo auch gleich recht saftig los. Wie bereits beim Review von „Tenth Dimension“ erwähnt, passen die druckvollen Solosongs einfach weit besser zur Stimme von BLAZE, als dies bei den MAIDEN Nummern der Fall war. BLAZE schmetterte sich ca. 45 min. einwandfrei durch seine bisherigen zwei Alben und bot mit „Man OnThe Edge“ und „Futurereal“ obendrein zwei Nummern seiner IRON MAIDEN Phase. Vor Allem in Puncto Stageacting und Publikumseinbindung merkt man dem Kerl zweifellos an, dass er gewohnt ist auf großen Bühnen und vor frenetischen Mengen aufzutreten. BLAZE posierte im typischen MAIDEN Acting, forderte die Leute immer wieder zum Klatschen und Mitsingen auf und erkletterte eigentlich so ziemlich jede erdenkliche Ecke der Halle. Ein sehr starker Auftritt sowie ein deutliches Zeichen, dass BLAZE von seiner MAIDEN Phase profitiert hat und es nun auf Solopfaden absolut wissen und allen Zweiflern beweisen will.

Vom Queen Klassiker „The Show Must Go On“ eingeleitet enterte dann mit SAVATAGE eine der wohl großartigsten Metal Bands aller Zeiten die Bühne. Mit großer Erwartung aber auch sehr zwiespältigen Gefühlen, ob der neue Shouter (Damond Jiniya) denn auch würdig sein würde, die Hits der Band zu vertonen wartete wohl nicht nur meine Wenigkeit auf die ersten Einsätze des Mannes. Eines vorweg: Dieser Kerl ist absolut würdig - zwar benötigte er einige Nummer um richtig auf Touren zu kommen und einige der Songs wurden auch noch von Mr. Oliva gesungen, was er dann aber bei Klassikern wie „Gutter Ballet“ oder „Edge Of Thorns“ bot war absolut überzeugend und vor Allem den SAVA Hit schlechthin, „Hall Of The Mountain King“ hätte wohl auch Jon Oliva in seinen besten Tagen nicht besser und kraftvoller rüberbringen können (ein amtlicher Gänsehautfaktor!). Die stimmliche Fähigkeit gepaart mit dem geilen Stageacting lassen nur den einen Schluß zu, dass dieser Mann die ideale Lösung für SAVATAGE war und ist und man sich so absolut auf das neue Album freuen und wahrscheinlich (lt. Jon Oliva - siehe Interview) auch eines im Stile der alten Classics erwarten kann. Zum Set der Amis kann man eigentlich nur sagen, dass man einen perfekten Streifzug durch den Backkatalog geboten hat und Erfreulicherweise sehr viele der alten Songs zum Zuge gekommen sind. Allein für „Beyond The Doors Of The Dark“, „24 Hours Ago“, „Strange Wings“ und die Überballade „When The Crowds Are Gone“ gehört SAVATAGE ein Denkmal gesetzt und mit dem einfach nur genialen „Streets – Medley“ und dem darauffolgenden „Believe“ wurde dies wohl auch dem letzten Zweifler eindeutig bestätigt. (Die meinerseits eher ungeliebten Songs des „Poets & Madmen“ Album waren live zwar um einen Tick besser als auf LP, fallen aber neben den älteren Tracks doch recht stark ab.) Da Mr. Olivas Vocals überraschenderweise auch weit besser waren, als man dies nach dem letzten Album erhoffen durfte und der Rest der Band (inkl. neuem Gitarrist Jack Frost) gewohnt perfekt rüberkam kann man nur von einer gewohnt genialen (und mit über zwei Stunden auch ausgiebigen) Show sprechen, die wohl Jeden überzeugt hat.
SAVATAGE waren, sind und werden wohl auch immer eine absolute live - Macht bleiben!

Es war wieder mal ein denkwürdiger Metal Abend, der eigentlich nur den einen kleinen Wehrmutstropfen hatte, dass der Sound im Komma diesmal nicht so perfekt abgemischt war und man doch das ein oder andere Mal einige übersteuerte oder unreine Soundelemente zu Ohren bekam. Dennoch waren dies wohl eine der besten Metal Stunde, die Tirol jemals erlebt hat.
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