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Def Leppard
16.08.2019, THE SIN CITY RESIDENCY, Las Vegas 
Def Leppard Hits Vegas  
Die Darkscene Stadion Rock Serie 2019 wird mit einem Bericht zur fulminanten Def Leppard Show in "Sin City, Las Vegas" elegant weiter geführt...
Maggo
Maggo
(23 Live-Berichte)
Dass auf Darkscene die Stadionrock-Serie des Kalenderjahrs 2019 gnadenlos weitergeführt wird, das scheint keine große Überraschung mehr zu sein. Dass der imaginäre Rock Rock Til You Drop-Steilpass unseres Chefredakteurs von der Metallica-Show in Prag (zum Livereview) technisch makellos vom endlich wieder in Tinseltown befindlichen Hollywood-Korrespondenten dermaßen elegant übernommen werden würde, das war jedoch in dieser Form nicht zu erwarten.



Fast zeitgleich, als Metallica unserem Tom sein wieder erstarktes Haupthaar weggeföhnt hat, verlässt der Schreiber dieser Zeilen sein mondänes Domizil in West Hollywood – gerade mal einen Steinwurf vom Rainbow, Roxy und Whisky A Go Go am legendären Sunset Strip entfernt – mit dem Ziel im ungefähr fünf Fahrstunden entfernten Spielerparadies Las Vegas den sommerlichen Def Leppard-Hattrick nach den Shows in der Schweiz und in Deutschland vollzumachen, denn das Quintett aus Sheffield hat im Rahmen der sogenannten Sin City Residency 2019 für gut drei Wochen die Zelte im wirklich beeindruckenden Planet Hollywood-Hotel direkt am Las Vegas Boulevard aufgeschlagen.



Die Herren Joe Elliott, Rick Savage, Rick Allen, Phil Collen und Vivian Campbell hätten sich keinen glamouröseren Rahmen für ihr musikalisches Spektakel als das geniale Zappos-Theater im bereits erwähnten Planet Hollywood-Hotel aussuchen können. Denn während im Land des Redaktionssitzes gerade Hr. Gabalier sein Geweih-Mikro quält und damit das einfältige, bäuerlich angehauchte Bergvolk zu unverständlichen Jubelstürmen animiert, stimmen Def Leppard ihre Gitarren im gleichen Atemzug wie die Misfits im nahen Mandalay Bay-Hotel. Dass "Mindfreak" Criss Angel nur eine Wand neben British's Finest den Zauberstab schwingt, sei nur nebenbei bemerkt. 1 zu 0 für Vegas, liebe Schluchtenbewohner.



Zurück zum Wesentlichen... die Ausgangsposition schien klar. Man dachte, Def Leppard würde die bewährte Greatest-Hits Setlist des soeben beendeten Triumphzuges durch den alten Kontinent eins zu eins übernehmen und damit das US-Publikum zur Ekstase kitzeln. Wie man sich doch nur täuschen kann. Unterstützt von einer noch nie dagewesenen Licht- und Lasershow starten die fünf Briten überraschend mit "Die Hard The Hunter" vom 83er "Pyromania"-Album in ihren fulminanten Set und schon nach Sekunden ist das Publikum am Siedepunkt.
Def Leppard werden abgefeiert als wäre der musikalische Wandel der letzten 30 Jahre nur ein böser Traum gewesen und schon bei Song Number Two "Animal" kann sich Joe Elliott beim Singen wahrscheinlich selbst nicht mehr hören in Anbetracht der Lautstärke der Zigtausenden mächtig abfeiernden Yankees vor ihm.

Meine Güte... wie perfekt ist denn der Sound in dieser Venue!!! Man könnte denken, Mutt Lange persönlich würde hinter dem Mischpult sitzen und seine Magie versprühen. Einfach sensationell.



Und weiter geht die musikalische Reise durch die Zeit... die Songauswahl durchaus gewagt, aber diese Ikonen des Hardrock kann nichts ins Wanken bringen. "Excitable", "Too Late For Love" (erstmalig seit 2014 gespielt), "Promises", "Paper Sun", sogar "Slang" vom "Grunge"-Ausflug 1996 konnte restlos überzeugen. Unfassbar. Nachdem wir uns alle zu "Bringin' On The Heartbreak" die Lungen aus den Leibern gesungen haben, belohnt uns Def Leppard mit einer kleinen, aber feinen wohlverdienten Ruhepause. Mit dem eher obskuren "Let Me Be The One" vom 2002er "X"-Album startet das Quintett in einen vierteiligen Akustik-Set, während dessen die Rockopas auch im abgespeckten Soundgewand ihre ganze Klasse demonstrieren. "Have You Ever Needed Someone So Bad", "We Belong" und natürlich "Two Steps Behind"... besser geht’s nicht.

Barhocker weggeräumt, Sound-, Licht- und Laseranlage wieder hochgefahren, jetzt lässt die Band aber schon gar nichts mehr anbrennen und jagt einen Hit nach dem anderen durch die PA. "Rocket"... die Masse bebt, "Let's Get Rocked"... ich verschütte mein 15-Dollar-Bier vor Begeisterung, "Hysteria"... ich bin gestorben und muss im Himmel sein, "Love Bites"... aaaaaaaaahhhhhhhhhh, "Armageddon It"... aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh und dann das nicht kaputtbare, den Inbegriff des Hardrock darstellende "Pour Some Sugar On Me"... Superlative pur!!!



Dass sogar epochale Abende wie dieser einmal zu Ende gehen müssen, ist leider eine unverhandelbare Tatsache. Mit den beiden Rausschmeißern "Rock Of Ages" und "Photograph" wurde seitens der Band nochmals eindeutig klargemacht, wer den Rock-Olymp erklommen hat und mit einem breiten Grinsen entlässt uns Joe Elliott mit den Worten "There will be a next time" in die anschließende Party-Nacht in Vegas.

Stilgerecht wird der Abend in der angrenzenden Cabo Wabo-Cantina von Sammy Hagar bei ein paar Bierchen fortgesetzt. Wie sagt Nikki Sixx so schön..."Life Is Beautiful". Genau so ist es. Vielen Dank Def Leppard!!!



Setlist:
1. Die Hard The Hunter
2. Animal
3. Excitable
4. Too Late For Love
5. Promises
6. Paper Sun
7. Slang
8. Bringin' On The Heartbreak
9. Switch 625
10. Let Me Be The One (Acoustic)
11. Have You Ever Needed Someone So Bad (Acoustic)
12. We Belong (Acoustic)
13. Two Steps Behind (Acoustic)
14. Now
15. Rocket
16. Let's Get Rocked
17. Hysteria
18. Love Bites
19. Armageddon It
20. Pour Some Sugar On Me
---
21. Rock Of Ages
22. Photograph



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