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Avantasia
09.04.2019, Saarlandhalle, Saarbrücken 
Moonglow World Tour 2019  
Nach dem ersten Nr. 1 Album in Deutschland schickt sich Tobias Sammet nun wieder an, seine Rock Oper auf die Bühnen der Welt zu bringen und machte auch zum wiederholten mal in Saarbrücken Halt.
UwePilger
UwePilger
(11 Live-Berichte)
Nach den ersten Reaktionen auf "Moonglow" und auch den allesamt hohen Charteinstiegen in ganz Europa, war ich der Meinung, dass dieses mal die Saarlandhalle wohl aus allen Nähten brechen wird. Pustekuchen. Nachdem die ersten Dates der Deutschlandtour allesamt ausverkauft waren, kamen in Saarbrücken im Vorverkauf gerade mal 1.800 Fans aus dem Quark. Im Gesamtergebnis dürften es dann etwa 2.000 sein.
Wie auch beim letzten Gastspiel, gibt es keinerlei Vorband, was bei einer angekündigten Spielzeit von 3 Stunden auch Sinn macht.

Nach einem Beethoven Intro (Symphony No. 9) fällt der Vorhang und unter lautem Applaus und Jubel stehen die Jungs und Mädels auf einer noch imposanteren Bühne als bei der letzten Tour. Als Tobi die Bühne betritt gehts gleich los mit dem Opener des aktuellen Albums, "Ghost In The Moon". Direkt zu Beginn schon macht Tobias Sammet seinem Ruf als Dauerlaufender Sänger alle Ehre. Es ist fast unmöglich, ihn während der ersten beiden Songs aus dem Fotograben einmal ruhig stehend vor das Objektiv zu bekommen.

Direkt gehts weiter mit "Starlight", ebenfalls vom "Moonglow" Album und erneut fällt auf, wie gut Ronnie Atkins seit einiger Zeit wieder bei Stimme ist. In der Vergangenheit hatte ich bei diversen Auftritten seiner Pretty Maids doch gemeint, etwas Abnutzungserscheinungen ausgemacht zu haben. Umso besser, wenn es nicht so ist.
"Wir spielen alten Scheiss, neuen Scheiss, harten Scheiss und ruhigen Scheiss..." vermeldet Sammet bei seiner ersten Ansage, erst aber kommt noch etwas "neuer Scheiss":
Beim 3. Song des Abends "Book Of Shallows"und dem bereits 3. Song von "Moonglow", tritt nun neben Atkins auch die Backgroundsängerin Adrienne Cowan, die neben dem bereits von der letzten Tour bekannten Herbie Langhans auch noch die ebenfalls Neue, zumindest neu auf der Bühne stehende, Ina Morgan als Kollegin zur Seite hat, an den Bühnenrand und übernimmt den eigentlich von Kreator Fronter Mille Petrozza gesungene , Thrash Part des Songs. Im weiteren Verlauf des Abends wird sich auch noch zeigen, welche Bandbreite die junge Dame aus den USA in ihrer Stimme zu bieten hat. Sehr Beeindruckend! Atkins ersetzt den Part von Hansi Kürsch (Blind Guardian) wirklich gut, einzig und allein das doch sehr harte Growling von Cowan ist vielleicht etwas zu stark. Trotzdem eine runde Sache.

Danach ist Zeit für den Avantasia Dauerbrenner Jorn Lande, dessen Auftritt frenetisch umjubelt wird und der gleich bei zwei Songs zusammen mit Tobias Sammet auf der Bühne verweilt, ehe dann endlich der von vielen mit Spannung und Vorfreude erwartete Geoff Tate sein Bühnendebut geben darf. Und die Art und Weise wie er das tut, ist schon wirklich fantastisch. Gut bei Stimme, gibt sich Mr. Tate auch vor allem dem Publikum gegenüber, sehr gesprächig und gutgelaunt. Kennt man aus der Vergangenheit auch nicht unbedingt immer so. "Alchemist" ist wohl nicht nur für mich DER herausragende Song auf "Moonglow", was anhand der Reaktionen aus dem Publikum eindeutig hervorgeht. Auch er darf gleich noch einenweiteren Song zum Besten geben und bleibt für die Dauer von "Invincible" auf den Bretter. Natürlich ist die Folge der Songs nicht so press wie es hier vielleicht den Anschein hat, Herr Sammet gibt sich natürlich zwischen den Songs wie gewohnt als Quasselstrippe und toller Entertainer. Dem ein oder anderen mag diese Aussage vielleicht nicht passen, wird er doch des öfteren auch einfach als Hampelmann verschrieen, was völlig ungerechtfertigt ist. Wenn ich auf ein Konzert gehe, möchte ich auch unterhalten werden, und das kann Tobias Sammet wie kaum ein anderer. Bevor ich mir einen Herr De Mayo oder dieses furchtbare Satiregelaber von Steel Panther antue, gehe ich lieber einmal die Woche zu einer Sammet Show. Es wird glaub nie langweilig.

Auf den nächsten Song bin ich persönlich sehr gespannt, hatte mir Tobi bereits in meinem Interview mit ihm Interview erzählt, dass sich Gitarrist Oliver Hartmann und er, den Gesang von Kiske bei "Reach Out For The Light" teilen werden. Michael Kiske ist diesesmal leider nicht mit von der Partie und es beweist sich eindeutig, dass es fast unmöglich ist, diesen Ausnahmesänger irgendwie zu kompensieren. Sicher kein Totalausfall, für mich aber der vorweggenommene Minuspunkt des Abends, es soll aber der einzige bleiben. Wie bereits erwähnt, tritt danach wieder Adrianne Cowan den Beweis an, welch ungeheure Vielfalt in ihr steckt. "Moonglow" so zu intonieren ist schon aller Ehren wert. Traumhaft und ein Höhepunkt des Sets. Wer fehlt nun noch im diesmaligen Staraufgebot? Klar, Eric Martin (Mr. Big) und Bob Catley natürlich, dem Tobi eine regelrechte Laudatio widmet. Sehr toll und auch wirklich eine verdiente Anerkennung an das Schaffen dieser Ausnahmestimme. Herr Catley hat aber erst nach den beiden Martin-Songs seinen Auftritt und macht wieder einmal überdeutlich, wie wichtig und prägend er mit seiner Stimme für das Projekt Avantasia ist. "Lavender" und "The Story Ain't Over' sind einfach nur Göttergaben an diesem Abend in der Saarlandhalle und beeindrucken wohl von vorne der ersten Reihe bis hin zu den Bierständen im Foyer, wirklich restlos jeden. Natürlich darf auch "The Scaregrow+ nicht fehlen und ist einfach nur Gänsehaut pur, obwohl ich phasenweise etwas den Eindruck habe, dass Jorn Landes Stimme etwas sehr angestrengt und gequetscht wirkt.

Alle Songs hier aufzuzählen wäre wohl zu viel, bei über 3 Stunden Spielzeit, natürlich abzüglich Tobi's "Ansagen", der sich mit dem Wort "Saarbrücken" und dem daraus jedesmal resultierenden Jubelsturm, seinen speziellen Running Gag einbaut und somit immer wieder das Publikum frisch auf seine Seite zieht und die Reaktionen hoch hält.

Als Fazit wäre gesagt, dass Avantasia wieder einmal mehr eine beeindruckende und rundum gelungene Show auf die Bretter gebracht haben, die mitreissend und amüsant unterhaltsam zugleich ist.
Es ist schon aller Ehren wert, zu sehen, was der oft belächelte Kerl aus Fulda mit einem, als einmaligen Konzept gedachten Projekt mittlerweile erschaffen hat. Avantasia? Immer wieder gerne. Jeder, der es noch nicht gesehen hat, sollte dies schnellstens irgendwie nachholen.

Zu erwähnen wäre auch noch die komplette Band, die aus Felix Bohnke am Schlagzeug, Oliver Hartmann und natürlich Produzent Sascha Paeth an der zweiten Gitarre, Keyboarder Miro Rodenberg, Bassist Andre Neygenfind und den Backroundsänger Adrienne Cowan, Ina Morgan und Herbie Langahns besteht. Die letztgenannten bekommen während des Abends auch noch "ihren" Auftritt, welche die aussgergewöhnliche Vielfalt aller Beteiligten noch mehr verdeutlicht.

Die komplette Setlist:
Symphony No. 9, Op. 125 (Ode to Joy)
(Ludwig van Beethoven song)
Ghost in the Moon
Starlight
(with Ronnie Atkins)
Book of Shallows
(with Ronnie Atkins)
The Raven Child
(with Jørn Lande)
Lucifer
(with Jørn Lande)
Alchemy
(with Geoff Tate)
Invincible
(with Geoff Tate)
Reach Out for the Light
(with Oliver Hartmann)
Moonglow
(with Adrienne Cowan)
Maniac
(Michael Sembello cover) (with Eric Martin)
Dying for an Angel
(with Eric Martin)
Lavender
(with Bob Catley)
The Story Ain't Over
(with Bob Catley)
The Scarecrow
Promised Land
Twisted Mind
(with Geoff Tate)
Avantasia
(with Geoff Tate)
Let the Storm Descend Upon You
(with Jørn Lande)
Master of the Pendulum
(with Ronnie Atkins)
Shelter from the Rain
(with Bob Catley)
Mystery of a Blood Red Rose
(with Bob Catley)
Lost in Space

Encore:
Farewell
(with Adrienne Cowan)
Sign of the Cross / The Seven Angels(with everyone)



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