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Sabaton, Alestorm
22.11.2010, Komma, Wörgl 
 
Bei einem Sabaton Konzert geht es um die Essenz des Metals und seiner Fankultur und nach der für das gesamte Team unglaublich geilen Darkscene Metal Party war diese Show das zweite absolute Metal Highlight innerhalb von nur 48 Stunden...
DarksceneTom
DarksceneTom
(132 Live-Berichte)
Sabaton sind ohne Frage eine der Metal Bands der Stunde und seit Jahren in aller Munde. Ich für meinen Teil hab die Truppe viel zu lang verschmäht, spätestens seit ihrem top professionellen neuen Metal-Hitalbum "Coat Of Arms" sind die Schweden aber endgültig in der absoluten Oberliga und auch in meinem Herzen angekommen. Dass die sechs Jungs in Tarnhosen obendrein eine der vielleicht momentan besten Live Bands sind, hat sich auch rumgesprochen und so ist es kein Wunder, dass die aktuelle World War Tour dieser authentisch, sympathischen und fast schon liebenswerten Metalheads an vielen Orten "sold-out" vermelden darf!



Dass dies heute im Komma Wörgl nicht ganz geschafft wird, muss man wohl mit dem feindseligen Montag-Termin erklären. Wer sich das Package aber nur deshalb entgehen lässt, ist eindeutig selbst schuld. Wir für unseren Teil klammern die Terminsituation – trotz eines sehr anstrengenden Darkscene-Metal-Party Wochenendes - einfach für einige Stunden aus, und lassen uns von einem absoluten Gute-Laune-Programm für Metalheads durchballern. Dafür sorgen neben der schwedischen True Metal Armee natürlich auch die Vorbands, und diese lesen sich bei diesem Package auch außerordentlich cremig. So stehen neben den early Iron Maiden Fans von Steelwing noch die - bei vielen Jungspunden mächtig hoch im Kurs stehenden - Piraten von Alestorm auf den Brettern, um die Menge für den Headliner einzupeitschen. Das Gedeck ist also gerichtet, so schreiten wir zum Mahl und für die Worte zu den beiden Vorspeisen übergebe ich nun vorerst an Kollegen RedStar:

Steelwing:

Die als Einheizer fungierenden Steelwing machten ihrem interpretationsfreien Bandnamen alle Ehre: "Old School as Fuck" - vom nicht vorhandenen Scheitel bis zur 80er Turnschuhsohle – es regierte der klassische Heavy Metal!
Mit "Enter the Wasteland" startete die Truppe um den im Bruce Dickinson – Gedächtnisoutfit gewandeten Sänger Riley kurz nach 19.30 Uhr gleich voll durch, die Haartracht, Mimik und Gestik wurde dementsprechend ebenfalls angepasst. Aber auch seine Bandkollegen standen der Frontsirene in keinster Weise nach, dass die Jungspunde ihre modische Ader direkt den grauen Urzeiten der NWOBHM entliehen haben, konnte ein Blinder mit verbundenen Augen auf 2 Kilometer erkennen.

Musikalisch konnten die 5 wackeren Schweden ebenfalls punkten, zur irrsinnig melodischen Gitarrenarbeit gesellten sich die ohrenbetäubenden Screams von "Westentaschen-Bruce".
Nach etwas verhaltenen Publikumsreaktionen zu Beginn heizte das Trio den immer zahlreicher werdenden Besuchern mit 6 Songs ihres Debütalbums "Lord Of The Wasteland" Review ordentlich ein. Besonders der Schlußkracher "Roadkill" mit seinem geilen „Kill Or Be Killed“ Refrain holte noch einmal alles aus dem Publikum heraus, bevor die energetische Show mit einem für einen Opener geradezu frenetischen, wohlverdienten Applaus beschlossen wurde.

Alestorm:

Nach diesem leckeren Appetizer enterten (sic!) unsere liebsten Metalpiraten Alestorm um 20.25 Uhr die Bühne. Dass die Schotten Garanten für gute Laune sind, liegt einerseits an den sehr geradlinigen Metalkrachern, die zum Mitsingen, -tanzen und –schunkeln einladen, andererseits an der sehr sympathischen, offenen Art des Alestorm-Frontmanns, der einmal mehr das Publikum für sich, seine Band und sein farbenfrohes Umhängekeyboard gewinnen konnte. Mit Livegranaten wie "Nancy The Tavern Wench" oder "That Famous Ol´ Spiced" im Rücken kämpften sich die tourerprobten Metalpiraten durch ihr 45minütiges Set.

Dass Sänger Christopher Bowes die Bühne verließ und sogar mitten im Publikum aufgeigte, zeigte, dass die Sympathikusse keinerlei Berührungsängste mit dem Publikum hatten, welches das Hochseekommando einmal mehr hochleben ließ. Der Rausschmeißer "Keelhauled" beschloß einen wie immer gelungenen und unterhaltsamen Konzertabend mit Alestorm, bevor die Bühne ehrfürchtig für das schneegetarnte (Brust-)Panzerkommando aus dem hohen Norden geräumt wurde, das in weiterer Folge ein Hitfeuerwerk sondersgleichen zünden sollte...

Nun zurück ins Studio zu DS-Tom….



Sabaton:

"We Are Sabaton, and this is "Midway"!"
Von Null auf Hundert ist ein abgeleierter Spruch, aber an dieser Stelle darf man ihn ruhig mal zitieren! Nach den patriotischen Jahrhundertklängen von Europe’s "Final Countdown" stapft die Sabaton Army auf die Bühne und angeführt von einem höchst agilen, kommunikativ und unglaublich sympathischen Joakim Broden schmettert die Armeehosenarmada fortan einen Knaller nach dem anderen ins mittlerweile gut gefüllte Komma.

Der Sound ist erwartet saftig und die Band zeigt sich als perfekt geölte Metal-Maschine! Nicht mal die Kleinigkeit eines heute kurz vor der Österreichischen Grenze eingegangenen Tourbusses kann Sabaton ihre Laune am Metal verderben. Man merkt einfach zu jeder Sekunde, dass diese Jungs mit ganzem Herzen bei der Sache sind und Spaß daran haben, mit ihren Fans abzufeiern. Natürlich überzeugen die Schweden außer mit ihrer Aura, dem Dauergrinsen und den ungeheuer humorvollen Ansagen von Entertainer Joakim (der diesen Montag einfach mal zum "Freibiermontag" erklärt und gefühlte 100 Bierdosen an die Fans verschenkt) auch musikalisch: Sabaton schreiben Metal Hits!
Das wird heute nachhaltig deutlich und auch wenn viele Kritiker der Band vorwerfen zu bombastisch zu agieren, zu eingängig zu hymnen oder teils zu tief im Nightwish Teich zu fischen, muss man ganz klar festhalten, dass diese Band einfach Metal ist.
Das ist ehrlich, das ist erdig und das ist echt! Zudem ist das Ganze einfach verdammt professionell und mit enorm großem Talent gesegnet. Dass die Songs der Schweden zudem live noch eine ganze Ecken kantiger und härter tönen ist ein weiteres großes Plus von Sabaton. Man muss im Grunde gar kein großer Fan dieser Band sein, um sich live von ihnen mitreisen zu lassen und sie zu mögen, denn einen solchen Drive und zwingenden Punch haben momentan nur wenige Bands der Szene zu bieten. Jeder Song geht auch heute Nacht von Beginn an auf die Zwölf und da ist es egal, ob fett groovende Midtempobanger oder flotte Metal Hymnen auf die Menge losgelassen werden.



Hier fährt jeder Moment tief in Mark und Bein des Metalheads und es mag schon was bedeutet, wenn sich Meinreiner an einem immer noch katerbehafteten Montag dazu überreden lässt, sein Haupt anständig abzuschütteln. Spätestens beim unglaublich zwingenden "Sabotage" (meinem unumstrittenen Liebling vom aktuellen "Coat Of Arms" Album (zum Review)) gibt es aber auch für meine müden Knochen ebenso kein Halten mehr, wie für einen großen Teil des restlichen Publikums, das bis in die hinteren Reihen tobt als ob es der leibhaftige Metal Devil angebimst hätte. Man könnte hier noch auf jeden einzelnen Song eingehen und ausschweifende Lobeshymnen auf jedes Detail der tollen Show abfeuern, aber wir ersparen uns das.
Wir verkünden erhobenen Devilhorns die absolute Vollbedienung für Metal Fans von Alt bis Jung und erinnern uns noch Heute gern an die Highlights der Nacht. An ohrale Vollbedienungen wie "Uprising", "Cliffs of Gallipoli", "40:1", "Art Of War", ein unter die Haut gehendes "Final Solution", den stimmungstechnischen Höhepunkt und das absolut unglaublich triumphale (von Sänger Joakim mitten im ihm ausgelassenen mit ihm im Takt springenden Publikum dargebotene) "Primo Victoria" und die kultigen Zugaben "Metal Machine" und "Metal Crüe".

Setlist:
1. Intro – The Final Countdown
2. Ghost Division
3. Uprising
4. White Death
5. Cliffs of Gallipoli
6. 40:1
7. Final Solution
8. Attero Dominatus
9. Rise of Evil
10. Saboteurs
11. Art of war
12. Coat of Arms
----
13. Primo Victoria
14. Metal Machine
15. Metal Crüe

Sabaton live bedeutet ausgelassene Stimmung, gute Laune, massenhaft Spaß und Bangen, Bangen, Bangen: Bei einem Sabaton Konzert geht es um die Essenz des Metals und seiner Fankultur.
Hier ist nix mit aggressivem Schupsen, Leiber aneinander prellen und hirnlosem im Kreis laufen wie Abdul in Mekka!
Hier werden Fäuste gen Decke gesteckt, hier werden Köpfe geschüttelt und hier wird zu hymnischen Hammerrefrains gesungen. Das war und ist Party pur! Adrenalin ohne Ende und nichts weiter als ein Fest von und für Metalheads!


Nach der für das gesamte DS-Team unglaublich geilen Darkscene Metal Party war dieses Konzert das zweite absolute Metal Highlight innerhalb von nur 48 Stunden und eine von vielen absoluten Konzertsternstunden, die wir Metalfans im Komma schon erleben durften.
Und wenn ich verrate, dass man noch lange nach der Show die Fans mit den "Primo Victoria" Gesängen am Pissoir ertappen konnte, sagt das eigentlich alles!

Danke Sabaton, danke Komma Wörgl! Das war großes Kino und Metal Spaß pur!

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