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Pyracanda - Das Interview zur Reunion.
Pyracanda - Das Interview zur Reunion.  
Die PyracandaReunion hat uns richtig Freude gemacht und Darkscene ist happy, die Jungs supporten zu können und hat Bassist Dieter Wittbecker zum Talk gebeten...
Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(13 Interviews)
DarkScene: Als Erstes gilt es natürlich zu ergründen, was euch bewogen hat, wieder gemeinsame Sache zu machen…

Dieter Wittbecker: Naja, wir hatten ja alle sechs all die Jahre ständig engen Kontakt. Haben uns oft zum gemütlichen Besäufnis in unserer Lieblingsstadt Koblenz getroffen und immer wieder viel Spaß gehabt. Wir sind, obwohl die meisten von uns ja gar nicht mehr in Koblenz wohnen, die ganze Zeit Freunde geblieben und es war jedes Mal sehr lustig. Sind auch alles super Typen. Wenn es drauf ankommt, passt kein Blatt zwischen uns. Nachdem das Streaming der beiden remasterten Alben "Two Sides of a Coin" (zum Review) und "Thorns" so gut auf Spotify, Deezer, Amazon und Apple Music ankam, fing es schon wieder an zu kribbeln. Und als Matt Rudzinski von Divebomb Records dann mit dem Angebot um die Ecke kam, die remasterte Version der "Two Sides of a Coin" plus vier unveröffentlichter Bonus-Tracks von früher in einem komplett fetten CD-Paket neu aufzulegen, wurde das Kribbeln natürlich stärker. Als dieses Re-Release dann auch noch so gut ankam, die Fans so richtig anzuppelten und nach mehr verlangten, haben wir uns gesagt: „… stimmt, lasst uns nochmal feste draufhauen!“

DarkScene: Warum wollten die Gründungsmitglieder Elmar und Sven nicht mitmachen?

Dieter Wittbecker: Bei Elmar war es vorhersehbar. Er hat ja schon zu alten Pyracanda-Zeiten an Patrick Grün übergeben. Patrick ist ein wichtiger Bestandteil der Pyracanda-Familie und er und Elmar verstehen sich super. Freunde halt. Bei Sven war es eine reine Vernunftsentscheidung. Sven ist mit so viel Hingabe in seinen aktuell laufenden Musikprojekten aktiv, dass er bei bestem Willen keine Zeit hat. Sven hat das Remastern der beiden Alben gesteuert und mit mir gemeinsam Matt Rudzinski mit Material für das Re-Releaase der "Two Sides of Coin" versorgt. Ich mit dem Vertrags-Krimskrams – Sven mit den Tracks, den seltenen Fotos von früher und dem geilen Interview mit Hansi, welches in dem Booklet zu lesen ist. Sven ist ein toller Kerl und hat war auch während seiner Zeit bei Rage immer eng bei uns.



DarkScene: Patrick und Denis von Caliban sind jetzt auch bei Pyracanda. Wie läuft es?

Dieter Wittbecker: Patrick ist ja ein Pyracanda-Urgestein. Er kam ja damals direkt nach Elmar in die Band und gehört schon ewig dazu. Familie halt.
Denis ist jetzt gemeinsam mit Dennis an den Saiten. Denis ist einfach mega. Ein toller Mensch, ein hervorragender Musiker und sein Situationshumor ist zum in die Hose pissen. Ich habe oft noch Wochen nach den Proben spontan über seine Kracher gelacht. Er gehört schon jetzt zur Familie und es fühlt sich, an als wäre er schon immer da gewesen. Außerdem ist das mit „Dennis“ und „Denis“ während den Proben ganz praktisch „… „Den(n)is fängt an – 2-3-4.“ (Lacht)

DarkScene: Was sind eure Pläne und Ambitionen mit den frisch reformierten Pyracanda?

Dieter Wittbecker: Die Haupt-Überschrift ist „Spaß haben“. Spaß für uns, Spaß für die Fans. Wir werden ab 2020 Shows spielen. Nicht zu viele aber so viele, dass jeder was davon hat. Wir freuen uns sehr auf die Konzerte und darauf, die alten und neuen Gesichter zu sehen. Für die „Neuen“ unter euch, die „Alten“ wissen das: Bei uns gibt es keinen Schnickschnack. Wir kommen auf die Bühne, stöpseln ein und die Party geht los. Ganz einfach „Welcome to Crablouse City“. Auf den sozialen Medien kommt ständig die Nachfrage nach neuen Songs. Wir freuen uns da immer sehr drüber. Aktuell proben wir die beiden vorhandenen Scheiben. Ich kann mir jedoch auch vorstellen, dass es irgendwann neues Material kommt. So etwas planen wir nicht – das kommt. Und wenn es dann geil ist, bekommt ihr es auch zu hören. Versprochen.

DarkScene: Was hat sich im Vergleich zu den Neunzigern verändert?

Dieter Wittbecker: Interessant, dass du das fragst, Alex. Ich habe erst vor zwei Wochen in einer Runde mit anderen guten Kumpels mit Peavy von Rage über dieses Thema gesprochen. Außerdem hat uns unser Freund Jan Müller vom JUZ Live Club Andernach gut beraten. Das Fazit war in beiden Fällen, dass die Konkurrenz viel größer geworden ist und dadurch auch der kommerzielle Druck zugenommen hat. Meine persönliche Meinung ist, dass bei vielen Musiker-Kollegen dadurch die Leichtigkeit und der Spaß verloren gegangen sind. Das gilt bestimmt nicht für alle Bands und ich kann mich auch irren. Bei uns funktioniert das jedenfalls nicht. Wir sind fünf Kumpels. Wir wissen was wir können, wir machen einen guten Job, liefern ab und haben trotzdem verdammt viel Spaß dabei. Die Leute sind gerne bei uns. Egal ob sie sich im Kreise der Band aufhalten oder unsere Shows besuchen.



DarkScene: Wo wir schon in Erinnerungen schwelgen: Was ist euch aus eurer gemeinsamen Zeit von damals am besten und was am schlechtesten in Erinnerung geblieben? Was würdet ihr wieder genauso machen und was vielleicht völlig anders?

Dieter Wittbecker: Das ist eine einfache Frage und knüpft gut an deine letzte Frage an. Die Freude an der Musik, die Freundschaft und die Leichtigkeit. Das würden wir alles wieder genau so machen und tun das auch. Jedoch finde ich es heute ein wenig schade, dass wir uns damals nie wirklich um eine Booking Agentur für die Konzerte gekümmert haben. Wir haben die Gigs gespielt die reinkamen und fertig. Das planen wir heute anders und sind bereits in Gesprächen mit Booking Agenturen. Das soll in Zukunft ein Profi für uns machen. Und das ist ein Triple-Win, denn es ist gut für die Booking Agentur, gut für die Band und vor allem gut für die Fans.

DarkScene: Ihr habt ja damals mit vielen großartigen Bands zusammen gespielt. Mit wem würdet ihr heutzutage gerne die Bühne teilen und wo würdet ihr gerne auftreten?

Dieter Wittbecker: Ja das stimmt. Das war sensationell.
Jetzt eine Liste unsere Lieblings-Bands zu entwerfen, wäre wahrscheinlich nicht im Sinne des Erfinders (lacht!). Aber die Antwort ist gar nicht so schwer. Uns ist es immer wichtig, dass es passt. Musikalisch und menschlich. Niemand braucht Musiker-Kollegen, denen der Regen in die Nase tropft. Jeder Musiker ist froh, wenn die Band nebenan auf dem Festival geil drauf ist und Freude hat. Oft entstehen hier Freundschaften für viele Jahre.



DarkScene: Eure beiden Alben sind kürzlich beide re-released worden. "Thorns" in Russland und "Two Sides of a Coin" aus den USA durch Divebomb Records. Seid ihr zufrieden mit dem Ergebnis?

Dieter Wittbecker: Ja, das Album "Thorns" wurde in Russland wieder veröffentlicht. Ralf Hubert hat sich irgendwann bei und gemeldet und gefragt, ob das ok ist. Klar war das für uns ok. Sehr gerne sogar. Diese Wiederveröffentlichung ist eine Neuauflage des alten Albums.
Bei der "Two Sides of a Coin" ist das anders. Matt Rudzinski und seine Kollegen fahren da eine ganze andere Nummer. Divebomb Records hat die remasterte Version genommen, ein fettes Booklet mit Foto-Raritäten von früher und einem langen Interview mit Sven und Hansi produziert. Außerdem sind vier bis dato unveröffentlichte Tracks auf der CD. Das sind Titel unserer damaligen Vorproduktion des Albums als Vorlage für unseren Produzenten Armin Sabol. Also die rohe Fassung von Top Gun, Rigor Mortis, Democratic Terror und Welcome To Crablouse City. Alles in Überlänge und raw.

DarkScene: Wie steht ihr heute zu eurer Ilex-/G.Reizzt-Phase und gibt es Pläne auch da nochmals einen neuen Aufschlag zu machen?

Dieter Wittbecker: Die Erfahrung war super und das Album war irgendwie wichtig für uns. Patrick kam zu dieser Zeit irgendwann zu mir und sagte: "Wittbeckerchen, ich möchte meine erste Platte aufnehmen bevor ich zwanzig bin". Na dann haben wir das halt so gemacht. Jedoch waren wir mit dieser Art von Musik zu diesem Zeitpunkt leider zu früh. Ich wurde vor ein paar Wochen von einem Fan via Facebook gefragt, ob wir auf der Pyracanda Playliste auch eins bis zwei Titel vom G.Reizzt Album haben werden. Weiss ich noch nicht. Das ist so ganz anders … kann aber trotzdem gut kommen. Wir haben das in der Band noch nicht diskutiert. Da müssen wir uns erst mal zwei, drei… fünfzehn Bierchen reintun und uns schief in die blauen Augen schauen.



DarkScene: Die unausweichliche Frage zum Schluss: Könnt ihr euch vorstellen mit dem neuen Line-up noch ein Album zu produzieren?

Dieter Wittbecker: Ok – da verstecke ich mich hinter Jean Paul und sage mit seinen Worten: Man muss seine Ideen verwirklichen, sonst wuchert Unkraut darüber.

DarkScene: Famous last words…

Dieter Wittbecker: "Metalheads, welcome back to Crablouse City."
Besucht, liket, verfolgt und penetriert uns auf den sozialen Netzwerken und unserer Homepage. Zieht Euch unsere Mucke rein und macht euch schon mal warm.
Wir freuen uns auf euch in 2020.
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