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Cover  
Skyclad - Prince Of The Poverty Line (CD)
Label: Noise Records
VÖ: 1994
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Art: Classic
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Werner
Werner
(940 Reviews)
Ich kannte und mochte bereits die ersten drei Skyclad Alben, wurde allerdings kaum das Gefühl los, dass trotz heidnischer Anreicherung im Sound "irgendwas fehlt". Als ich aber "Prince Of The Poverty Line" das erste mal hörte, war das fast wie eine andere Band, die ihren Sound komplett erneuerte bzw. erweiterte. Höchster Elan und spürbare Frische herrschten neben dem schon vorhandenen Ideenfundus plötzlich vor, was sich in jedem einzelnen Song auf Anhieb zeigte. So und nicht anders klang für mich der Frühling 1994, bevor im Sommer dann die neuen Alben von Savatage ("Handful Of Rain") und Dream Theater ("Awake") jene Manie auf sich zogen.

Schon das fuminant-flotte Starterdoppel "Civil War Dance" & "Cardboard City" brachte auf den Punkt, was es mit "Prince Of The Poverty Line" auf sich hatte: mehr Eingängigkeit, mehr Pfeffer, mehr Spielwitz. Das, was zwar auf Kosten der allerletzten Thrash-Fragmente des Debüts (die wiederum von Walkier's Ex-Band Sabbat her rührten) ging, entwickelte sich zur perfekten Fusion von tighten, massiv Riffbetonten Metal und den bereits eingepflegten, britischen Folk-Fragmenten sowie Celtic-Sounds! Neu engagiert wurde vor Studiotermin noch die Violistin und Keyboarderin Cath Howell, welche sich mit ihren flinken Violinsoli- & Leads zudem als glatter Volltreffer entpuppte und ihrer Vorgängerin in nichts nachstand.

Insbesondere in "Sins Of Emission" - ein wahrer Tanzfeger im Fahrwasser von "Spinning Jeanny" - tobt sie sich amtlich aus. Im Zuge dessen legte auch ein Martin Walkier mehr Wert auf Melodien in seinen bis dato klar auf Sprechgesang basierenden Vocals, abgesehen von seinen bekannten, ironisch-sozialkritischen Lyrics, die schon bei ihrer Titelgebung zum Denken oder zumindest zum Schmunzeln anregen. Beispiele gefällig? "Land Of The Rising Slum" oder "The One Piece Puzzle" (...). Zwei Stücke, die sich samt ihren keltischen Elementen ebenso schnell als Kracher heraus kristallisieren wie das straight-rockige "A Bellyful Of Emptiness", das thrashig- komplexe "Gammadion Seed" oder ein schleppendes, sphärisches "Womb Of The Worm".

Damals wie heute steht fest: Die "Fürsten der Armut" aus Newcastle haben nach den drei beachtlichen Vorgängern "The Wayward Sons Of Mother Earth", "A Burnt Offering For The Bone Idol" (zum Classic Review), "Jonah's Ark" ihre Nische definitiv gefunden und waren vielleicht auch mit "Schuld" am Mittelalter meets Rock Boom der Neunziger, von welchem Kapellen wie z. B. Subway To Sally nachhaltig profitierten. Das britische Sextett hat sich hiermit selbst übertroffen und bewies mit dem gleichfalls superben, übernächsten Kracher "Irrational Anthems" (1996 auf Massacre Records) oder mit vereinzelten Tracks der späteren Phase, wie man einer kreativen Sackgasse entkommt und Stil-übergreifend einem Metier - völlig ungezwungen - neues Leben einhauchen kann. Schade nur, dass heute - bekanntlich ohne den charismatischen M. Walkier am Mikro - diese einst so kreative Truppe lediglich ein Mauerblümchendasein fristet.

Trackliste
  1. Civil War Dance
  2. Cardboard City
  3. Sins Of Emission
  4. Land Of The Rising Slum
  5. The One Piece Puzzle
  1. A Bellyful Of Emptiness
  2. A Dog In The Manger
  3. Gammadion Seed
  4. Womb Of The Worm
  5. The Truth Famine
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Kommentare
Professor Röar
Professor Röar
12.10.09 23:04: ....
Konnte mich mit denen nie so recht anfreunden. Die Vorgängerband Sabbat gefiel mir da schon erheblich besser, dreckiger Urthrash aus UK mit lustigen Paganlyrics.
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