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Cover  
Moonspell - Irreligious (CD)
Label: Century Media
VÖ: 1996
Homepage | MySpace | Facebook
Art: Classic
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2770 Reviews)
Ich hasse "Opium". Ich habe es immer gehasst und werde es immer hassen. Aber, soviel muss man sich selbst eingestehen, es ist "der" Hit von Moonspell, eine Referenzsong des Düster Metal Genres und eine im Grunde großartige Nummer. Ebenso wie das 96 Meisterstück "Irreligious" ist die erste Singleauskoppelung des erfolgreichsten und besten Moonspell Albums ein Manifest der Gothic Metal Historie. Mit "Irreligious" veröffentlichten die Portugiesen genau jenes dunkle Stück Musik, das man nach einem bärenstarken Album wie "Wolfheart", das völlig zurecht eingeschlagen hatte wie ein Bombe, erwarten und erhoffen durfte.

Die Zeit rauen Extrem Metals war für die Portugiesen Mitte der 90er Jahre endgültig vorbei. Moonspell präsentierten mit "Irreligious" eine durchdacht und perfekt abgestimmte Kombination aus Metal und Gothic, gepaart mit Dark Wave und dem Spirit ihrer schwarzmetallisch rauen Frühtage. Die Mischung aus treffsicheren Tanzbudenhits, tiefer Atmosphäre und packender Dramaturgie die dieses Album offenbart, funktioniert noch heute wie aus einem Guss.
Eingängigkeit und zentnerschwere Finsternis gehen hier Hand in Hand um einen pechschwarzen Cocktail aus Tanzbarkeit und in sich harrender Atmosphäre über den Hörer auszubreiten. "Irreligious" ist voll von Finessen und Ideen. Voll von Momenten die aus den üblichen Genregrenzen ausbrechen, ohne die Grundidee eines Gothic Metal Albums fernab allen Kitsches zu verleugnen.



Kompositorisch reifer denn je starten Moonspell mit einem unaufdringlich effektiven Intro nahezu perfekt in ihr Meisterstück. Dezente gregorianische Chöre und packend dunkle Atmosphäre geleiten in das düstere Kabinett der Iberer, gehen nahtlos in die prägnanten Gitarrenläufe und unverkennbaren Drums des eingangs erwähnten "Opium" über. Besser kann ein Einstieg kaum gelingen.
Mit eingängiger Leichtigkeit ist man mitten drin im schaurigen Gemach von Moonspell. Die Atmosphäre ist dicht, dunkel und undurchsichtig, Spukmelodien und gruselig düstere Spannung legen sich über den Hörer, während "Awake" und "For A Taste Of Eternity" weitere Klasse offenbaren. Die Luft wird dünner und dünner. Romantik und furchteinflößende Spannung kreuzen die Klingen, während die charakteristischen Vocals von Fernando Ribeiro mit unverkennbar iberischem Akzent mit "Ruin & Misery" einen weiteren ungeheuer groovigen Gothic Metal Hit intonieren, um im Anschluss mit einem unfassbar dichten, von Chören untermalten "A Poisoned Gift" die A-side (…ja, ich schreibe dieses Classic während sich Vinyl auf meinem Plattenteller dreht) des Werkes perfekt und unfassbar souverän zu Ende zu bringen.

Bereits hier war man sich schon vor 15 Jahren sicher, dass "Irreligious" ein Klassiker ist, der Portugals Metal Aushängeschild endgültig in die erste Liga katapultieren würde.
Dass die zweite Hälfte dieses mit verlockend subtilen Lyrics verzierten Dunkelgebetes gar noch einen Zacken intensiver und besser ist, schien bereits bei der ersten Entjungferung des Albums schwer möglich. Es ist aber so, denn bereits "Subversion", der erste pure Dark Wave Moment der Scheibe, besticht mit düsterer Romantik und flüsternden, über Elektro Beats und Keboards tänzelnden Vocals, um in den nächsten amtlichen Hit zu geleiten. "Raven Claws", ein zweistimmig dargebotener Gothic Metal Ohrwurm ist ebenso ein künstlerisches Manifest der Portugiesen, wie das großartige "Mephisto" mit all seiner Schwärze, seiner mit Inbrunst dargebotenen Intensität und der spannungsgeladenen Horror Theatralik. Ein Meisterwerk gruseliger Gothic Metal Kunst mit faszinierender Atmosphäre.
Das Finale hat es dann aber so wirklich in sich und übertrifft alles Bisherige. "Herr Spiegelmann" fischt in den Tiefen der Dunkelheit und offenbart nebst morbider Zirkusatmosphäre dämonische Härte und packende Gruselaura, während sich bei "Full Moon Madness" endgültig die gesamte Kulisse in Nebelschwaden hüllt. Wolfsheulen verkündet Dunkelheit und verbreitet Furcht. Das Finale ist ohne Frage das tiefschwarze Punktstück des Albums. Voll von perfekter Schauderatmosphäre und theatralisch inszeniertem Horror. Ein krönender und pechschwarzer Abschluss des Albums. Getragen und atmosphärisch, filigran aber dennoch enorm intensiv und rau nehmen Moonspell ihre Hörer mit diesem, teilweise in portugiesischer Muttersprache vorgetragenen, Track mit in einen Rausch der Dunkelheit und hin zum krönenden Abschluss eines düster majestätischen Gothic Metal Albums.



"Irreligious", das wird mir heute da ich das Album wieder komplett inszeniere deutlicher denn je, war und ist ein zeitloses Prunkstück. Das komplette Album wirkt wie ein großes dunkles Element, nahtlose Übergänge schaffen eine immerwährend spannend und fesselnde Atmosphäre. Moonspell waren an ihrem kreativen Zenith angelangt und haben ein Kunstwerk erschaffen, das melancholisch dunkel und voll schwarzer Aura die Zeit überdauern wird. Eine Kunst, die trotz aller Gothic Elemente auch immer wieder die rüde schwarzmetallische Vergangenheit der Portugiesen durchschimmern lässt, und die trotz aller kommerziellen Nuancen für jeden Metalfan akzeptabel war.
Reifer und intensiver haben diese Herren aus der Nähe von Lissabon nie mehr geklungen!

"Irreligious" ist der nahezu perfekte Sprössling einer lodernden Leidenschaft zwischen Gothic und Metal, zwischen Hitappeal und bodenständiger Metal Düsternis.
Mit diesem Album ist Moonspell eines der absoluten Referenzalben aus der Sturm und Drang Zeit des düsteren Metal gelungen und genau deshalb steht "Irreligious" noch heute auf einer Stufe mit Ausnahmewerken wie Tiamat’s "Wildhioney" (zum Classic), Paradise Lost’s "Icon" (zum Classic) und dem Type O Negative Meilenstein "Bloody Kisses" (zum Classic).
Trackliste
  1. Perverse ... Almost Religious
  2. Opium
  3. Awake
  4. For A Taste Of Eternity
  5. Ruin & Misery
  6. A Poisoned Gift
  1. Subversion
  2. Raven Claws
  3. Mephisto
  4. Herr Spiegelmann
  5. Full Moon Madness
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