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Cover  
Demon Bitch - Hellfriends (CD)
Label: Skoll
VÖ: 24.06.2016
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Art: Review
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Thunderstryker
Thunderstryker
(120 Reviews)
9.0
Darkscene-Fans mit Zeitmangel werden vermutlich die obige Wertung erblicken und sich direkt auf Youtube-Videos von Demon Bitch stürzen, um zu schauen, was der neue heiße Scheiß der US Metal-Szene so anbietet. Und womöglich werden sie sich dann ein bisschen wundern und kopfschüttelnd behaupten: "Ja, das ist ja alles schön und gut, aber sooo doll..." Quasi der Metal Inquisitor-Effekt, denen die hohen Wertungen nicht gegönnt wurden, bis man nach mehrmaligem Hinhören darauf kam, dass das ja doch große Heavy Metal-Kunst sei.

Jedenfalls hat der mittlerweile-Fünfer aus Detroit ein Traditions-Eisen geschmiedet, das in den Jahrespolls der Zielgruppe sicherlich nicht fehlen wird. "Hellfriends", das Full Length-Debüt der Truppe, die schon zwei (hochgelobte!) Demos schwer ist, wartet mit 6 absoluten Krachern (plus Intro) auf, die grob gesagt irgendwo zwischen Borrowed Time, Jag Panzer, ganz frühen Jacob's Dream und Taker zu verorten ist und zu jeder Sekunde Spaß machen.

Die Zutaten selbst, ein furioses, sich zwischen Speed und Prog Metal bewegendes Gitarrenspiel und der hohe, melodische Gesang, sind nur der erste Teil der Erfolgsformel; den zweiten bildet die unglaublich kauzige Produktion, die jeden Andy Sneap-Fan panisch aufschreien und Manilla Road-Alben wie Hochglanzprodukte wirken lässt. Demon Bitch sind nicht schön, das Albumcover suggeriert es schon, aber sie treten schonungslos ein und dann nochmal nach.

Die Lieder bewegen sich allesamt zwischen knapp 5 und 7 Minuten, variieren vielfach das Tempo, punkten nicht mit Eingängigkeit, dafür mit vielen "Ja! Genau so gehört Metal!"-Momenten und Referenzen an US Metal-Großtaten. "Hellfriends" genießt man also am Besten am Stück und was eignet sich dafür mehr, als ein Vinyl-Kauf? In schwarzer und grüner Pressung, jeweils limitiert, ist das Teil zu haben und wer noch nicht genug hat, findet die Demos ebenfalls auf Platte gepresst. Wem es die Truppe besonders angetan hat, sollte auch nach White Magician, einem Nebenprojekt der Band, Ausschau halten.

"Hellfriends" erfordert Zeit, aber belohnt die Investition reichlich; kein Freund des Boots-2-Asses-Stahls sollte sich die Angelegenheit entgehen lassen. Dass Demon Bitch mit dem Gebotenen keinen großen Wurf machen werden, ist klar, aber es reicht sicherlich für einen guten Slot am "Keep It True" - und mehr können szenekundige und hungrige Neulinge doch nicht wollen?!

Trackliste
  1. Warning From The Skies 05:10
  2. Devil Love 04:29
  3. A Passage To The Other Side 01:28
  4. Beneath The Ice Caves 06:16
  1. Hellfriends 05:25
  2. Fortunes Told 05:46
  3. The Microdome 07:15
Kommentare
King Ludwig
King Ludwig
01.11.16 10:34: Bist du deppert....
Muahahaha! Immer wieder köstlich was hier so vom thunderstryker gelobt wird. An demon bitch ist gar nix furios, keine spur von heißer scheiß und getreten wird da auch nichts. die produktion ist nicht kauzig, sondern in der tat gruslig, das songwriting hätte vor 30 jahren nicht mal für ein jag panzer demo gereicht. originell ist es auch nicht, das hysterische gejaule des vokalisten kaum auszuhalten. und dann das cover: hat wohl ein wenig talentierter spezi der band aus der junior high school art class mitgebracht, hauptsache es kostet nix. wenigstens erkennt der autor der zeilen, dass die band hier keinen großen wurf machen wird. gäbe es nur ranzigen käse wie demon bitch ,könnte man glatt glauben metal sei tot.
p.s.: vielen dank für die freundliche warnung , dass es ein nebenprojekt gibt. dann hört man sich das nicht versehentlich an und verschwendet noch mehr zeit.
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