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Cover  
Charred Walls Of The Damned - Creatures Watching over the Dead (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 23.09.2016
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Art: Review
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Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(116 Reviews)
8.5
Die All-Star-Truppe um den Interims-Priester Tim Owens holt mit "Creatures Watching Over The Dead" zum dritten Streich aus. Wie schon bei den beiden Vorgängern hat man den Albumtitel an den Anfangsbuchstaben des Bandnamens angelehnt, was auf Dauer sicher kein einfaches Unterfangen sein dürfte. Da haben es Anvil mit ihren Alliterationsspielchen doch etwas einfacher. Nachdem die ersten beiden Scheiben gleich hintereinander rauskamen hat man sich diesmal satte fünf Jahre Zeit gelassen, was jedoch kaum Auswirkungen auf den Bandsound hat. Charred Walls Of The Damned stehen nach wie vor für thrashigen Power Metal auf höchstem technischen Niveau. Für Letzteres sorgt alleine schon die Instrumentalfraktion, die mit dem Duo Christy/DiGiorgio über eine Weltklasse Rhythmusgruppe verfügt. Gitarrist Jason Suecof hat zwar nicht einen solch großen Namen, beherrscht seine Klampfe jedoch auch verdammt gut und zeichnet sich zudem für die satte Produktion verantwortlich. Kompositorisch orientiert sich das Quartett eher an ihrem selbstbetitelten Debütalbum, d.h. recht kurze Tracks, die es lediglich auf eine Gesamtspielzeit von einer guten halben Stunde bringen. Damit reagiert man wohl auf die Kritik am Zweitling "Cold Winds On Timeless Days", auf dem man es mit längeren Songs versucht hatte. Doch schon der Volksmund behauptet ja, dass es weniger auf die Länge, denn auf die Technik ankommt, was sich zumindest bei diesem Album bewahrheitet. Während sich "My Eyes", mit seiner coolen Hookline bestens als Opener eignet, brilliert das rasende "The Soulless" vor allem durch Jasons halsbrecherische Gitarrenarbeit. Danach schaltet man bei "Afterlife" zwei Gänge runter und verpasst dem folgenden "Lies" einen feinen Refrain. Auf diese Weise kommt nicht nur des Rippers Gesang bestens zur Geltung, sondern es bleibt beim Hörer auch mehr hängen. Ein weiteres Paradebeispiel dafür ist "Living In The Shadow Of Yesterday", der wohl beste Albumtrack. Leider ist das Ganze kurz danach viel zu schnell vorbei, wofür das feine Cover nur bedingt entschädigt.

Für Fans von Nevermore und Iced Earth, bei denen Owens ja auch bereits hinterm Mikro stand, sind Charred Walls Of The Damned eine echte Alternative. Die Supergruppenkonkurrenzveranstaltung von Adrenaline Mob gefällt mir persönlich allerdings noch einen Tacken besser.

Trackliste
  1. My Eyes
  2. The Soulless
  3. Afterlife
  4. As I Catch My Breath
  5. Lies
  1. Reach into the Light
  2. Tear Me Down
  3. Living in the Shadow of Yesterday
  4. Time Has Passe
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