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Cover  
Paradox - Pangea (CD)
Label: AFM Records
VÖ: 03.06.2016
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Art: Review
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Werner
Werner
(940 Reviews)
8.0
Einen akribisch werkelnden und sich treu bleibenden Veteranen wie Charly Steinhauer unterstütze ich auch im Jahre 2016 gerne. Vorausgesetzt, man hat den melodischen Speed/Thrash Metal des Würzburgers früher (oder später) lieb gewonnen wie einst meine Person in den auslaufenden Achtzigern. Warum ich in der Einzelperson schreibe, wird sich manch einer fragen. Naja, Personalrochaden blieben in den letzten vier Jahren auch hier nicht aus (der 2014 zurückgekehrte Saitenhexer Gus Drax verblieb als Studiomusiker), zumal Herr Steinhauer ohnehin schon länger quasi in Personalunion, sprich als Sänger/Gitarrist/Songwriter/Produzent das Zepter schwingt.

Dass der Mann genau weiß, was er will, stellt man wie bei den unmittelbaren Vorgängern "Tales Of The Weird", "Riot Squad" und "Electrify" auf "Pangea" recht schnell fest. Dabei handelt es sich um ein Konzeptalbum rund um den gleichnamigen Urkontinent, der synonym für die aktuellen Entwicklungen in der Welt steht. Saftige Highspeed-Granaten, pumpende Midtempo-Nummern, sowie intelligent gestrickte Mischformen dieser zwei Hauptattribute kleiden das Repertoire von "Pangea". Speziell die messerscharfen Stakkato-Riffs, die perfekt angeschmiegten Harmonien, die wohl überlegten Breaks und die anspruchsvollen Soli scheinen der inzwischen zur bayrisch/griechisch/slowenisch fusionierten Formation laufend aus den Händen zu rutschen. Obschon die ganz großen Überraschungen ausbleiben, überwiegt hier einmal mehr die Tatsache, dass es in diesem schon lange unüberschaubaren Metier (insbesondere durch den Boom blutjunger Nachkömmlinge) nicht mehr viele Vertreter gibt, die auf diesem konstant hohem Niveau derart präzise zocken und noch viel wichtiger: nach wie vor eine lupenreine Identität vorweisen können.

Aufgrund der hohen Dichte fällt es zunächst schwer, einzelne Tracks auf "Pangea" hervorzuheben, der Favoritenstatus für den Signature-Song fällt dann letztlich auf "Ballot Or Bullet", ein Stück, das nicht nur wegen seines peitschenden Tempos den Arsch versohlt. Charlys Gesangsspektrum ist zwar limitiert, passt im Sinne des dezent-latenten Oldschool-Reigens wiederum wie die Faust aufs Auge. Der klare, jedoch ausreichend Kanten aufweisende Sound erfüllt zudem alle wichtigen Parameter. Außer der neuen, fantastischen, ebenso auf AFM erschienenen Flotsam And Jetsam (zur Review) dürfte es neben "Pangea" in diesem Genre heuer kaum noch Material geben, was ernsthaft anstinken wird können. Doch ich lasse mich gern überraschen.

Trackliste
  1. Apophis
  2. Raptor
  3. The Raging Planet
  4. Ballot Or Bullet
  5. Manhunt
  1. Cheat & Pretend
  2. Pangea
  3. Vale Of Tears
  4. Alien Godz
  5. El Muerte
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