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Cover  
Mastodon - Once More Round The Sun (CD)
Label: Reprise Records
VÖ: 20.06.2014
Homepage
Art: Review
Professor Röar
Professor Röar
(122 Reviews)
9.5
So was mag man. Mastodon, die Giganten aus der Coca Cola-Metropole Atlanta, können auch im 12. Jahre ihres Bestehens scheinbar nichts falsch machen. Schon mit dem 2011er-Album "The Hunter" beschritten Troy Sanders, Brent Hinds, Bill Kelliher und Brann Dailor neue Wege und lenkten ihren einzigartigen Mix aus Prog Metal, Sludge und Doom in etwas geradlinigere Bahnen und bescherten den überraschten Fans ein Album, das der Band den Weg in die Metal-Charts dieser Welt ebnen sollte. Dem Professor war die sonische Neuausrichtung auf "The Hunter", trotz der nicht zu leugnenden Klasse, etwas zu abrupt und das Liebäugeln mit eher Hard Rockigen Klängen nach dem Jahrhundertalbum "Crack The Sky", das eigentlich schon 11 Punkte verdient hätte, doch zu gewagt. Drei Jahre später sind diese Wendemanöver aber bestens verkraftet und so wirkt "Once More Round The Sun" nicht mehr ganz so überraschend wie noch der Vorgänger.
Auch diesmal legen Mastodon großen Wert auf eingängige Melodien und kombinieren ihre unvergleichliche Heaviness mit einer Massentauglichkeit, die sie innerhalb kürzester Zeit zu einem Stadien füllenden Megaact aufsteigen lassen sollte. Stillstand war ja noch nie angesagt bei Mastodon, und so darf man sich diesmal an einer verdammt noch mal absolut arschtretenden Mischung aus zentnerschweren Riffs und sich fiesest ins Gehör schleichenden Ohrwurmhymnen ergötzen, die so tatsächlich von niemand anderem gespielt wird.

Falls nun jemand dem Irrglauben erliegt, dass Mastodon ausgewimnpt sind, darf an dieser Stelle ziemlich eindeutig verneint werden. Immer noch gibt es genug Ecken und Kanten in den Songs, die zur absoluten Heaviness auch noch ausreichend psychedelische Momente, komplexe Riffs und Rhythmen und stellenweise sogar doomige Passagen bieten. Natürlich sind die Tage des Geschreis endgültig gezählt, aber auch mit cleanen Vocals überzeugen Mastodon und der Mix aus drei beinahe gleichberechtigten Sängern, die abwechselnd oder in Harmonie zu Werke gehen, macht Mastodon nur noch umso einzigartiger. Nicht einmal der "Hey Ho, let's fucking go!"-skandierende Cheerleader-Chor im eigentlich ziemlich abgefahrenen Aunt Lisa kann da wirkliches Kommerzfeeling aufkommen lassen, zu durchgeknallt ist diese Einlage. Jetzt mal ehrlich: Wenn Mainstream plötzlich bedeutet, dass man sich Scott Kelly von Neurosis als Verstärkung ins Studio holt, bin ich gerne bereit, meine doch ziemlich ablehnende Haltung gegenüber Hitparadenmaterial zu überdenken.

Und ja, Mastodon sind immer noch progressiv, denn was da an nicht ansatzweise geraden Rhythmen und unerwarteten Kehrtwendungen in den Songstrukturen aufgefahren wird, ist Prog Metal – was sonst? Aber nicht der föhnfrisierte, zuckersüße Schmuse-Prog mit Rüschenhemd von Instrumentalmasturbatoren der Marke Dream Theater, sondern Prog von echten Männern für echte Männer. Genau so dreckig, muskelbepackt und schweißtriefend wie die Bandmitglieder, die ZZ Top in Sachen Barttracht in Kürze in die Schranken weisen werden, ist auch deren Testosteron-geladene Musik: Mastodon walzen mit ihren tonnenschweren Soundgebirgen und monolithischen Songmonstern alles und jeden nieder, gleich dem namensgebenden dickhäutigen Urtier, nur passiert dies eben inzwischen ohne Umwege und Umschweife absolut pfeilgerade und zielgerichtet genau in die Mitte. Das Jahrhundertwerk "Crack the Skye" gilt es zwar immer noch zu übertreffen, aber da auf "Once More Round The Sun" das Gesamtpaket aus einerseits rock'n rolliger Eingängigkeit und andererseits musikalischem und textlichem Anspruch derart überzeugt, kann der Professor ruhigen Gewissens einfach nur mehr verzückt den Daumen heben und Mastodon hiermit zu einem weiteren grandiosen Rock-Album gratulieren.

Vom Professor gibt es für die derzeit beste Band im Metal-Universum 9.5 Space Ships für etliche weitere Trips um die Sonne, auf denen Mastodon genug Energie für die kommende (Metal) Welt-Dominanz aufsaugen sollten. Hey Ho! Let's get up and rock and roll! Mastodon mag man eben.

Trackliste
  1. Tread Lightly
  2. The Motherload
  3. High Road
  4. Once More 'Round The Sun
  5. Chimes At Midnight
  6. Asleep In The Deep
  1. Feast Your Eyes
  2. Aunt Lisa
  3. Ember City
  4. Halloween
  5. Diamond In The Witch House
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Kommentare
Caro
Caro
26.09.14 16:52: !
Tolles Review zum vielleicht besten Album dieses Jahres! Zumindest für mich!
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