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Cover  
Manilla Road - Crystal Logic (CD)
Label: Roadster
VÖ: 1983
Homepage | MySpace | Facebook
Art: Classic
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2770 Reviews)
Das kindliche Fantasyartwork, die eher schwachbrünstige Produktion und die kauzigen Vocals. All das sind sicherlich keine Attribute der Superlative. Genau diese Kleinigkeiten, gepaart mit epischen US Metal Songwriting und förmlich greifbarer Aufbruchsstimmung machen dieses Album aber bis heute so ganz speziell und zu einer der Undergroundperlen des 80er US Metal!

Die b-side ist ohne Frage das Prunkstück der dritten Scheibe der US Metaller von Manilla Road. Einer Band, die immer wieder in einem Atemzug mit Cirith Ungol genannt wird, deren NwoBhm Einflüsse (Demon) aber auch deutlich spürbar waren. Das von Mastermind und Anthropologiestudent Mark „The Shark“ Shelton gegründete Trio zelebrierte bereits in den frühen 80er mystische Lyrics, auf aktuellen Alltagsthemen basierende Texte von Helden und Kriegern. Bereits im Jahre 1980 erschien am bandeigenen Label Roadster (später sollten Manilla Road, so wie viele ihrer Landsleute auch ihr Heil bei Black Dragon finden) das Debüt "Invasion". 1982 folgte "Metal" und 1983 (nach "Necropolis" auf "Metal Without Mercy I" und einem "Flaming Metal Systems" Beitrag am legendären Shrapnel "US Metal Vol. III" Sampler) das erste wirklich starke Manilla Road Album "Crystal Logic".

Vielleicht ist "Crystal Logic" in seiner Gesamterscheinung nicht das genialste Album der Amis. In der Tat sind spätere Werke im Ganzen besser, reifer und perfekter. "Crystal Logic" jedoch war es, das Manilla Road in die Münder aller US Metal Fans brachte. Natürlich sind die Vocals von Shelton hier noch extrem „nasal“. Er klingt nicht selten, als ob er höllisch Schnupfen hätte oder sich eine Stubenfliege durch seine Nasenhöhle quälen würde. Die Magie der Stimme ist aber bereits hier unverkennbar. Die Vocals sind beschwörend und ausdrucksstark und natürlich klingt "Crystal Logic" heute immer noch so charmant und unausgegoren wie damals als ich es für mich entdeckte.

"Dreams Of Eschaton" (live am Keep It True Festival)


Manilla Road paaren hier erstmals ihre erdigen Rock N Roll Wurzeln (man höre den Titeltrack) mit fett riffendem US Hard Rock ("Necropolis") und doomigem Heavy Rock ("The Riddle Master"). Aber es ist eben auch die genial epische US Metal Seite, die bereits hier durchschimmert und das Album vielleicht auch deshalb zu einem der liebenswürdigsten und begehrenswertesten US Epic Metal Kultalben macht. Die b-side jedenfalls zeigt erstmals wozu Mark Shelton und seine Jungs fähig waren. Das beschwörend rockende "The Ram" mit seinen hymnischen Gesangslinien zeigt bereits in welche Sphären der Atmosphäre Manilla Road vorstoßen können und spätestens mit dem epochal doomenden Übersong "The Veils Of Negative Existence", und den beiden abschließenden Epic Metal Gebeten demonstrieren die Amis ihr Talent erstmals in voller Pracht. Das für dieses Album auf Überlänge unarrangierte Epos "Dreams Of Eschaton" und das Finale "Epilogue" sind US Epic Metal in Reinstkultur. Voll von Gefühl, von Dramatik und voll von großer Atmosphäre. Balladeske Momente, zarte Akustikgitarren, mystische Vocals und harter US Metal verweben sich zu traumhaften Songstrukturen voll von Sitmmungswechseln und großen Momenten. Es ist bis heute ergreifend, wenn man die hochmelodische Gitarrenläufe, die einprägsamen Refrains und die mitreisenden Rhythmuswechsel dieser Songs hört und genau deshalb, genau wegen dieser drei finalen Göttergaben amerikanischen Schwermetalls ist "Crystal Logic" ein absolutes Muss für jede anständige US Metal Sammlung

Trotz unzähliger Veröffentlichungen und großartiger 80er Taten wie "The Deluge" oder "Open The Gates", zwei starker Alben in den 90er und zwei weiteren urtypischen Scheiben nach der Jahrtausendwende waren Manilla Road nie kommerziell, nie zur rechten Zeit am rechten Ort und zeitlebens ein Geheimtipp.
Ein Geheimtipp den man kennen muss.
Eine Band, der man ihren Respekt zollen muss und eine Band die man als 80er Metal Fan einfach mögen muss!

P.S.: Es gibt selbstredend den 2000er Iron Glory Cd-Rerelease dieser Scheibe, von der ich persönlich jedoch behaupte, dass man sie als Vinyl besitzen soll da sie der digitalen Technik keineswegs bedarf um ihren Charme zu entfalten. Darüber hinaus ist es zwar nett, wenn am re-release ein Bonustrack steht. Nachdem "Flaming Metal Systems" aber meines Erachtens nach ziellos und unpassend mitten unter die reguläre Tracklist platziert wurde, verliert "Crystal Logic" auf CD nicht nur optisch einiges seines großartigen Flairs…

"The Veils Of Negative Existence"
Trackliste
  1. Prologue
  2. Necropolis
  3. Crystal Logic
  4. Feeling Free Again
  5. The Riddle Master
  1. The Ram
  2. The Veils Of Negative Existence
  3. Dreams Of Eschaton
  4. Epilogue
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