HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort

Registrieren
Suche
SiteNews
Review
Primal Fear
Best Of Fear

Review
Communic
Where Echos Gather

Review
Adrenaline Mob
We The People

Review
Kings Will Fall
Thrash Force One

Review
Destruction
Thrash Anthems II
Upcoming Live
Wien 
Erfurt 
Geiselwind 
Mannheim 
München 
Obertraubling (Regensburg) 
Pratteln 
Statistics
5615 Reviews
456 Classic Reviews
274 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Vince Neil - Exposed (CD)
Label: Warner Music
VÖ: 01.01.1993
Homepage | MySpace
Art: Classic
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
Rudi
Rudi
(174 Reviews)
Traurig ist das Schicksal des Geheimtipps. Man komponiert und singt und spielt, und das Allermeiste gehört in die Kategorie "Großartig", und kaum einer merkt es. Die einmalige Sternenkonstellation Vince Neil/Steve Stevens erträgt dieses Los auf diesem 1993 erschienen Jahrhundert-Album, welches einer einzigen Entdeckungsreise gleichkommt. So makellos-harmonische Songs wie auf "Exposed" hätten alle Melodic Rock Bands dieser Welt zusammen wohl gerne geschrieben.

Vince Neil, das Aushängeschild der Motley Looking Crew, bei denen zum damaligen Zeitpunkt John Corabi sein mäßiges Glück am Mikro versuchte, beeindruckt mit stimmlicher Vielseitigkeit, die den Vergleich mit anerkannteren Sängern absolut nicht scheuen muss und Steve Stevens, hauptberuflicher Billy Idol Gitarrist mit dem Hang zu extravaganten Frisuren und nebenbei einer der fähigsten, vielseitigsten und unterbewertesten Rockgitarristen unserer Zeit, hat sein Leben lang all seine genialsten Riffs gesammelt, um mit ihnen auf "Exposed" eine nicht enden wollende Orgie zu feiern.

Der wahnwitzige Saiten-Figaro rifft und soliert sich in einen Spielrausch, der an die besten Zeiten solcher songdienlicher Guitar Heroes wie Eddie Van Halen, Steve Vai zur Whitesnake/David Lee Roth Zeit oder George Lynch erinnert. Ob Gänsehaut verursachende Flamenco Klänge, stroboskopartige Gitarren-Synthie Eskapaden, Akustik Lehrstunden, irrwitzige Soli oder monströs rockende Riffs für die Ewigkeit, was dieser Mann für virtuose Licks & Tricks an den Tag legt ist eine schallende Ohrfeige für jeden selbsternannten Gitarrengott!

"Look In Her Eyes":



So gelungen die Gesangsvorstellung und die exorbitante Gitarrenarbeit auch ist, ohne die songschreiberische Urgewalt der Co-Songwriter Tommy Shaw & Jack Blades (beide Damn Yankees) bzw. Phil Soussan (Ozzy) und deren emotionale Gestaltungskraft wäre das Ergebnis nicht so überzeugend geworden. Dem Kreativ-Konglomerat gelingt der seltene Brückenschlag zwischen dem Stadion Rock Ende der 1980er und modernen Vorstellungen von Rockmusik. Ihre Songs klingen zeitlos und zeitgemäß zugleich, sie bestechen durch unwiderstehliche Hooklines mit immensem Wiedererkennungswert und stilistische Vielfalt.

"You`re Invited, But Your Friend Can`t Come" in der Singleversion mit abgeändertem Solo:



"Fine, Fine Wine":



Der Sound wechselt zwischen legendären Partyhymnen ("You`re Invited – But Your Friend Can`t Come", "Fine, Fine Wine"), saucoolen Stampfern ("Gettin`Hard", "Living Is A Luxury", "Sister Of Pain"), unwiderstehlichen Balladen ("Forever", "Can`t Change Me") und der besten Coverversion von The Sweet`s "Set Me Free", die ich bis heute gehört habe. Bis zum Ende des Albums reiht sich Hit an Hit. Und Perlen wie das edle "The Edge" oder der treibende Opener "Look In Your Eyes" lohnen die Wiederentdeckung sowieso. Diese Musik ist Pathos, Kunst und Party zugleich. Erhaben, leidenschaftlich, monumental, großartig. Auch ein bisschen klischeehaft, aber raffiniert und ironisch perfektioniert.

Mit dieser Sternstunde des Glam-Melodic Rocks jedenfalls hatte das Dream Team Vince Neil, Steve Stevens, Vik Foxx (dr.), Robbie Crane (b.) und Robbie Buchanan (key.) die Latte für ihre Genrekollegen Hardline, Mötley, Whitesnake, Damn Yankees, Bullet Boys, Slaughter, Steelheart oder wie sie auch alle heißen mögen verdammt hoch angelegt.

"The Edge":

Trackliste
  1. Look in Her Eyes
  2. Sister of Pain
  3. Can't Have Your Cake
  4. Fine, Fine Wine
  5. The Edge
  6. Can't Change Me
  1. Set Me Free
  2. Living Is a Luxury
  3. You're Invited (But Your Friend Can't Come)
  4. Gettin' Hard
  5. Forever
Mehr von Vince Neil
Kommentare
DarksceneTom
DarksceneTom
06.12.09 10:10: Ein Hammer!
Ein Spitzenalbum und zu seiner Zeit die totale Ersatzbefriedigung für alle enttäuschten Mötley Fans!
Heut is das Album noch viel besser, weil man es nicht auf reine Partysongs und Hits Marke "Dr. Feelgood" beschränkt.
Besser als "Exposed" war ein Mötley Album in Summe eigentlich nie...
Maggo
Maggo
06.12.09 14:25: 100% Zustimmung...
War das Mötley-Album, das Mötley nie geschrieben haben. Wer Jack Blades und Tommy Shaw als Songwriter für sich gewinnen kann, kann eh schon fast nicht mehr verlieren. Und Steve Stevens... der absolute Held der Scheibe. Rudi, kannst di noch erinnern, wie wir des erste Mal das Songbook studiert haben???
(Kinnlade auf den Boden knallt!!!)
Rudi
Rudi
06.12.09 14:47: Ein Alptraum!
Maggo, bitte hör auf, in alte Wunden zu stochern! Des Buch hätt ma uns sparen kennen....
Newcomer
Newcomer
07.12.09 11:16: solo
klingt er doch genau wie mötley crüe oder?
kenn mich da nicht so aus
is aber geiler fetnsound
Maggo
Maggo
07.12.09 12:24: Newcomer...
"Klingt er ... wie MC oder?"

Exakt. Hintergrund ist: Anfang '92 wurde Vince vom Rest von MC rausgekickt und hat daraufhin "das beste Mötley-Album, das Mötley nie geschrieben haben" gemacht. Er wollte also auf Solo-Pfaden nicht Musik machen, die er bei Mötley nicht ausleben konnte, sondern schlicht und einfach dort weitermachen, wo er vor dem Rauswurf aufgehört hat. Daher auch der gleiche Stil.
Primal Fear - Best Of FearCommunic - Where Echos GatherAdrenaline Mob - We The PeopleKings Will Fall - Thrash Force OneDestruction - Thrash Anthems IICripper - Follow Me: Kill!Galactic Cowboys - Long Way Back to the MoonWitchery - I Am LegionMarilyn Manson - Heaven Upside DownWitherfall - Nocturnes And Requiems
© DarkScene Metal Magazin