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Cover  
Redemption - Snowfall On Judgement Day (CD)
Label: Inside Out
VÖ: 20.09.2009
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Art: Review
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Werner
Werner
(999 Reviews)
9.0
Schöne Stunden bescherten uns die US-Edel-Prog-Power Metaller von Redemption, deren Höhepunkt des bisherigen Schaffens zweifelsohne der grenzgeniale Zweitling "The Fullness Of Time" ist. Eine Steigerung konnte für den Nachfolger "The Origins Of Ruin" kaum erwartet werden, was auch symptomatisch der Fall war. Allerdings verfügt jener immer noch über derart viel Qualität, dem das Gros der Genre-Mitgestalter meilenweit hinterher hechelt.

Nichts desto Trotz ist ein Kitzeln in meiner Bauchregion - ein inzwischen eher seltenes Phänomen bei abgestumpften Musikkonsumenten - seit einigen Wochen deutlich spürbar, denn der Previewtrailer on "Snowfall On Judgement Day" versprach einiges, unter anderem einen Gastbeitrag von Dream Theater Sänger James LaBrie im saugeilen Track "Another Day Dies" - kurzum: ein Duett der Superlative. Ansonsten? Viel Neuerungen waren eigentlich nicht zu erwarten - die sind auch nicht eingetreten. Alle Charakteristika wie intelligent aufgebaute Songstrukturen, detailierte Arrangements, elegant pointierte Duftmarken (z. B. in Form grandioser Soli), messerscharfe Riffs und obligatorisch fantastische Gesangslinien eines Ray Alder, finden sich ebenso im Jahre 2009 herrlich gebündelt wieder und bilden im elfminütigen "Love Kills Us All / Life in One Day" ein atemberaubendes Finale, wo Redemption nochmals alle Register ziehen.

Ja dieser Alder hat dieses gewisse Etwas im Timbre, welches er einerseits ungemein fragil, andererseits wieder so vor Kraft oszillieren lässt - der Mann war/ist/bleibt ein Phänomen. Härtetechnisch erneut nach oben geschraubt ("Fistful Of Sand" ist extraharter Stahl!) verkörpern alle zehn Tracks ein festes Konglomerat, welches durchgehend eine fulminante Musikalität verwoben mit der präzisesten Feintechnik zur Hörwerkschau stellt - sozusagen eine metallische Achterbahnfahrt par excellence, die Empfängliche wie meine Wenigkeit leicht süchtig machen kann. Die Kunst liegt wohl darin, dass der schmale Grad zwischen Komplexität und Eingängigkeit seit jeher haarscharf begangen und durch einen unglaublichen Spielrausch bereichert wird.

Apropos Kompakt: Das klare Plus gegenüber dem Vorgänger "The Origins Of Ruin" ist die transparent-warm-druckvolle Produktion vom Dänischen Meistertontüftler Tommy Hansen (Hatesphere, Pretty Maids u.v.a.), die alles bisher Dargewesene im Hause Redemption regelrecht wegbläst. Fazit: In dieser Form sind Redemption (fast) unantastbar - da muss man ebenso das ästhetisch/stylische Coverartwork von Majestro Travis Smith im selben Atemzug über den Klee loben.

Trackliste
  1. Peel
  2. Walls
  3. Leviathan Rising
  4. Black and White World
  5. Unformed
  1. Keep Breathing
  2. Another Day Dies (Feat. James LaBrie)
  3. What Will You Say
  4. Fistful of Sand
  5. Love Kills Us All / Life in One Day
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