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Cover  
Prong - Power Of The Damager (CD)
Label: 13th Planet
VÖ: 05.10.2007
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Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(2770 Reviews)
7.0
Tommy Victor ist eine lebende Legende für schlicht jeden, der sich aufgeschlossenen Metalfan nennt und die Blütephase einer innovativen Vorreiterband namens Prong auch nur ansatzweise genießen durfte. Was haben wir dieser Göttertruppe um ihren genialen Mainman nicht für tolle, wegweisende Alben zu verdanken. "Beg To Differ", "Prove You Wrong", "Cleansing" oder "Rude Awakening"; egal welchen dieser genialen Stahlträger man auch nennt, jeder ist ein Meilenstein für sich, jedes einzelne Stück genial zu seiner Zeit und wichtig für die ganze Metal Bewegung.

War es Ende der 90er ruhig um eine meiner absoluten Lieblingsbands geworden, kam das langweilig, lethargische 2003er Comeback "Scorpio Rising" purer Selbstverstümmelung gleich. Vier Jahre sind seither vergangen und – so viel kann man vorweg schon sagen – Victor und Mannen haben sich zumindest teilweise wiedergefunden und können sich mit ihrem neuen Eisen halbwegs rehabilitieren. Viel mehr Energie, viel mehr Wut und Dampf steckt in "Power Of The Damager". Wo der Vorgänger noch die Gähner auf seiner Seite hatte, wird hier gottlob wieder Kohle nachgeschoben, das Feuer am Brennen erhalten. Sehr roh ist er geworden, der mittlerweile siebte full-lenght-Studiorelease dieser Institution. Eingetrümmert von drei astreinen Könnern entfacht das Album zumindest streckenweise jene Energie und Macht die man unweigerlich nur mit dieser Band verbindet. Fette Grooves, brachial bröckelnde Ríffs, teils recht sperrige Songaufbauten und fast durch die Bank betonartige Rhythmen sind es, die herrlich hard-core lastige Nummern wie den genialen und gewohnt geil groovenden Opener "Looking For Them", das sehr an die Frühtage erinnernde und heftigst bratende "3rd Option", oder das absolut obergeile Album Highlight "The Banishment" (DER Hit, DER Nackenbrecher) auszeichnen, zu Monumenten machen und die Faust der Prong Jünger wieder gen Himmel schnalzen lassen. Diese Songs stellen aber leider schon die absolute Spitze dar und der Rest des Festes kann wieder mal nicht ganz an alte Tage anknüpfen. Zwar kann man, geil und energische, in Summe jedoch leider nicht restlos zwingende, Momente wie "No Justice", "Pure Ether" oder den groovigen Titelsong auch noch zu tauglichen Aspekten der Prong History zählen, spätestens bei Fehlschüsse wie "Spirit Guide" oder "Worst Of It" ist man aber leider schon wieder bei den billigen Plätzen des Prong Universums, bei Nummern angelangt, die für eine solche Band leider als ausfällige Ausschussware bezeichnet werden müssen.

Auch wenn "Power Of The Damager" also streckenweise wieder wirklich Spaß macht und an große Taten einer großen Band erinnert, auch wenn sich Tommy Victor wieder sehr authentisch und wütend durch die heftig rauen Songs brüllt, wirklich herausragend ist auch dieses Album leider nicht geworden und bis auf eine Handvoll wirklich gelungene Songs gibt’s außer viel Prong Schonkost leider wieder nicht viel zu erhaschen. Besser als alles was ein miserables "Scorpio Rising" einst verbrach, ist das Resultat zwar immer noch, um dem Namen einer absoluten Legende gerecht zu werden fehlt aber dennoch einiges.
"Power Of The Damager" ist trotz aller Kritik zwar ohne Frage besser als viele gleichartige Releases unserer Zeit, mit denen darf sich eine Gottheit wie PRONG jedoch nicht messen und so bleibt unterm Strich leider nur die – nicht ganz so bitter, wie zuletzt, streckenweise aber immer noch enttäuschende - Erkenntnis, dass "Rude Awakening" der letzte restlos zwingende Release, das letzte absolute Weltklassealbum dieser unantastbaren Götterband war, ist und bleibt!

Ein „nur“ gutes Album einer großartigen Band, die leider viel mehr kann...
Trackliste
  1. Looking For Them
  2. No Justice
  3. 3rd Option
  4. Pure Ether
  5. Power Of The Damager
  6. The Banishment
  1. Worst Of It
  2. Spirit Guide
  3. Messages Inside Of Me
  4. Can't Stop The Bleeding
  5. Bad Fall
  6. Changing Ending Trouble Times
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