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Cover  
Nocturnal Rites - The 8th Sin (CD)
Label: Century Media
VÖ: 26.05.2007
Homepage
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(2758 Reviews)
8.0
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als mir im Jahre 1998 – in Zeiten, als solche Musik noch nicht so am Fließband produziert wurde wie Anfang des neuen Jahrtausends – „Tales Of Mystery And Imagination“ in die Hände fiel, um mit hymnisch eingängigem Metal und verdammter Ohrwurmgarantie zu begeistern. Viel hat sich seither geändert im Hause NOCTURNAL RITES. Die Schweden haben die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt, warfen Pathos, Kitsch und klebrige Melodien von Bord um diese Art der Kunst anderen zu überlassen und orientierten sich mehr und mehr zu einer bodenständigen Mischung aus Power Metal, Melodic und Hard Rock. Wichtig dafür war ohne Zweifel die Verpflichtung von Johnny Lindquist, der dem Sound der Truppe mit seiner rauchigen Stimme zusätzlich erwachsene Note gibt und sie vom Gros der Konkurrenz abhebt.
Richtig schlecht war noch kein einziges Werk, vielmehr schaffte es jeder Release in der Oberliga mitzuspielen und da macht auch „The 8th Sign“ keine Ausnahme. Auch wenn immer noch der letzte Kick zum Überalbum fehlt, der letzte Funken zwingender Klasse um eine absolute Megaband zu werden abermals nicht springen will, die hausgemachte Mischung aus Melodic- und Power Metal, gewürzt mit Zitaten des Hard Rock verfeinert auch das aktuelle Werk gutklassig genug, um es nicht im Morast der Releaseschwemme untergehen zu lassen.
Wirklich Neues gibt’s zwar nicht zu erzählen und große Revolutionen bleiben auch 2007 aus im Hause NOCTURNAL RITES, trotz einer recht dürftigen Spielzeit gibt’s für Fans der Band aber auch diesmal absolut grünes Licht um sich gut produzierte Hymnen wie „Never Again“, „Tell Me“, gefühlvolle Momente wie die Piano-Ballade „Me“ oder stampfende Midtemposongs ala „Not The Only“ reinzuziehen, ohne große Risiken oder Nebenwirkungen zu erleben.

Pflichtscheiben klingen zwar immer noch anders und auch wenn der letzte Zacken zu einem Überalbum leider wieder fehlt und der allerletzte Tropfen Geilheit auch nicht abzukriegen ist, können Liebhaber und Freunde bodenständig europäischer Metal Kunst im Stile von MYSTIC PROPHECY oder FIREWIND neuerlich überhaupt nix falsch machen.
NOCTURAL RITES halten locker die Liga-Klasse und bleiben ziemlich genau das was sie schon seit Jahren sind: Immer noch etwas zu schwach für die absolute Königsklasse, jedoch weiterhin ein fester Anwärter auf einen Startplatz im UEFA Cup!
Trackliste
  1. Call Out To The World
  2. Never Again
  3. Not The Only
  4. Tell Me
  5. Not Like You
  6. Leave Me Alone
  1. Till I Come Alive
  2. Strong Enough
  3. Me
  4. Pain & Pleasure
  5. Fools Parade
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