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18.03.2010: Hair special: Föhnen bis der Teufel kommt! (Musikindustrie)
Musikindustrie - Hair special: Föhnen bis der Teufel kommt!Auf welt.de erschien jüngstens ein überaus amüsanter Artikel zu Frisuren im Metal. Ein Artikel, den der Metal Hammer bereits veröffentlichte und den wir euch nicht vorenhalten wollen. Geschmückt wird das Ganze mit Hair Videos unserer Wahl...

Nichts gegen lange Haare, nur gepflegt müssen sie sein!" - auf diesen Kompromiss lassen sich seit 50 Jahren Eltern ein, wenn ihre (männlichen) Kinder die Freuden der Krachmusik für sich entdecken und die Frisuren fröhlich sprießen lassen. Sind wir doch mal ehrlich: Was schreit mehr Rock 'n' Roll als eine ordentliche Mähne, wild und raumgreifend, geschüttelt, nicht toupiert? Am besten natürlich in Kombination mit einer lauten Gitarre, ekstatischen Kampfgesichtern und der Revolution im Blick, sei es gegen das System oder gegen "Räum mal dein Zimmer auf!".



Sogar die Beatles sorgten schon mit ihren Pilzköpfen, die über den Hemdkragen ragten, für Aufruhr, später in den Siebzigern galt bei Classic Rock, Hippie-Kultur und Glam: Viel Haar hilft viel. Led Zeppelin ohne die blonden Locken von Frontgockel Robert Plant? Undenkbar. In Woodstock mit adrettem Seitenscheitel und rasiertem Nacken? Geht nicht. Die Schminkemonster von Kiss ohne üppige Mähnen? Also bitte. Lange Haare signalisieren Gesundheit, Jugend, Natürlichkeit und - früher mehr, heute weniger - Protest. Oder Abgrenzung. Vor allem, sind wir doch mal ehrlich, sehen sie einfach cooler aus. Und Horden weiblicher Rock-Fans aller Jahrzehnte werden bestätigen: Welche wundervollen Dinge eine ordentliche Mähne doch mit einem männlichen Gesicht anstellen kann!

In den Achtzigern sieht es nicht anders aus: Im klassischen Heavy Metal, vornehmlich aus England und angeführt von Iron Maiden, gilt: Lang ist gut, kurz rockt nicht. Dumm nur, wenn einen Protagonisten Haarausfall plagt: Judas-Priest-Sänger Rob Halford rasiert sich deshalb den Schädel und zeigt zudem eine Affinität zu martialischen Leder-und-Nieten-Outfits, was den Kleidungsstil der Szene maßgeblich prägt. Dass Halford homosexuell ist, eröffnet er erst viel später. In den USA werden die Achtziger dominiert von wesentlich zugänglicheren Spielarten: Mötley Crüe, Poison, Bon Jovi und Konsorten spielen gefälligere Lieder für Charts, MTV und Millionen Fans - und glänzen dabei mit Haar-Helmen, die jedem Gespür für Gravitation trotzen. Womöglich kann man den Einfluss der damaligen Haarspray-Kriege auf das Ozonloch nicht hoch genug einschätzen.



Schon damals hat man Poison-Frontmann Bret Michaels, heute eher bekannt als Hauptfigur der MTV-Serie "Rock Of Love", nicht ohne Stirnband gesehen, vielleicht weil das Kunsthaar so am sichersten an Ort und Stelle gehalten werden kann.

Manchmal aber gibt es einfach wichtigere Dinge im Leben, wie der bekannteste deutsche Kappenträger, Klaus Meine von den Scorpions, erzählt: "Als ich 1982 meine Stimme verloren habe, waren die Haare überhaupt kein Thema mehr." Komplett "oben ohne" wollte er jedoch nicht rumlaufen und griff deshalb zu einem bewährten Mittel: "Die Kappe ist bei mir mittlerweile zum Markenzeichen geworden."

1999 verzichteten die Scorpions für das Album "Eye To Eye" auf jedoch jedwede Tarnung, die Poster hingen deutschlandweit: "Riesengroß war mein kahler Schädel zu sehen - und die Welt ist trotzdem nicht stehen geblieben. Mich amüsiert es seitdem total, wenn sich Leute fragen, was der Meine wohl unter seiner Mütze hat. Ich fand eine Kappe immer ehrlich, und wenn ich nach Hause gehe, setze ich sie auch ab." Die meisten Musiker gehen wohl ähnlich entspannt mit der Haarfrage um, aber es existieren weitere Maßnahmen gegen zu viel Luftzug obenrum, etwa Medikamente, Toupets oder gar chirurgische Eingriffe: "Kollegen haben sich unter Schmerzen kleine Haarinseln verpflanzen lassen, dann wurden die Haare voller, die Platten schlechter, die Narben größer, und zum Schluss haben sie sich eine Mütze aufgesetzt, damit man die Narben nicht sieht." Diese Meinung teilen nicht alle, W. Axl Rose zum Beispiel wurde vermutlich Nutznießer des Fleming/Mayer-Flap, einer OP-Methode, bei der ein Streifen Kopfhaut samt Bewuchs von der Seite des Schädels nach vorn transferiert wird. Was uns zu einer Überlegung bringt: Wenn man sich neue Geheimratsecken einsetzen lässt, der restliche Schopf sich dann aber doch verabschiedet - sieht man dann ohne zusätzliche Operation nicht aus wie eine Eule?



Für die extreme Abteilung im Heavy Metal der Achtziger waren Perücken jedoch undenkbar. Deshalb griffen die Musiker des Thrash Metal, deren prominenteste Vertreter etwa Metallica, Anthrax, Megadeth und Kreator hießen und heißen, zu rabiateren Mitteln: Glatze!

Glücklicherweise entspannte sich die Lage in den Neunzigern, auch im harten Rock 'n' Roll galt fortan quasi die freie Frisurenwahl. Zudem wurde die gesamte Rockwelt durch Grunge und Alternative auf den Kopf gestellt, die Stile mischten sich gnadenlos, und Rap, Hip-Hop oder Industrial eroberten die Gitarrenbastionen. Bands wie Faith No More wollten da einfach anders aussehen als die Klassiker und wechselten ihre Frisuren munter zwischen "lang", "ab", Irokesenschnitt und Dreadlocks, während in den rüderen Ecken des Metal inspiriert die martialische Wirkung eines kahl geschorenen Schädels geschätzt wurde. Ganz vorne mit dabei: die blanke Murmel von Pantera-Bühnenmonster Phil Anselmo. Als jedoch beim Branchenprimus Metallica 1996 die Mähnen fielen, zum Teil über den Umweg "Vokuhila", ging ein kleiner Aufschrei durch das Metal-Reich.

Weil die Kalifornier dank des sogenannten schwarzen Albums "Metallica" (1991) und Hits wie "Nothing Else Matters" im Millionenseller-Mainstream angekommen waren, störte das nicht.



Zudem kann man sich gut vorstellen, dass manche Musiker nach 20 Jahren einfach keine Lust mehr auf Haare im Gesicht haben. Der harte Sound kommt zum ersten Mal in die Jahre. Die hochdekorierten Veteranen-Bands dieser Tage, die immer noch zu den Anführern des Genres zählen, tragen ihr Haar deshalb größtenteils kurz, zumal es manchmal einfach auch nicht anders geht. Angus Young von AC/DC allerdings kümmert sich nicht darum und schüttelt auch den schütteren Rest wie 1975. Und wie halten es die jungen Wilden der modernen Metal-Nischen heutzutage? Sie tragen ihre Haare mal kurz, mal lang, es lassen sich aber deutliche Tendenzen zu eigenwilligen Barttrachten und flächendeckenden Tattoos feststellen.

Was nicht heißen soll, dass sich nicht Horden von Nachwuchsrockern im stillen Kämmerlein wünschen, die Strähnen würden rascher sprießen. Zwar heißt die liebste körperliche Ausdrucksform des Metal-Fans immer noch "Headbanging", nicht "Hairbanging", es macht mit fliegendem Haar aber noch mehr Spaß. Und sind wir doch mal ehrlich: Das Auge rockt mit... Quelle: Metal Hammer
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