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Arch Enemy
15.09.2017, Music Hall, Innsbruck 
 
Arch Enemy bieten großes Kino für große Bühnen. Mit einer Top-Frontfrau, mit Sharlee D’Angelo am Bass und einem Ausnahme-Gitarrenduo wie Michael Amott und Jeff Loomis an seiner Seite weiß man, dass man in der absoluten Oberliga spielt. Manchmal kommt es
DarksceneTom
DarksceneTom
(131 Live-Berichte)
Es ist angerichtet. Es könnte so perfekt sein.

Arch Enemy sind seit Jahren auf der Erfolgsspur, bespielen mittlerweile die größten Hallen und haben sich neben Bands wie In Flames, Amon Amarth, Sabaton und natürlich Volbeat in jene Liga gespielt, die es zumindest halbwegs schaffen könnte nach dem Ableben der übergroßen Acts Metallica, Judas Priest und Iron Maiden die großen Festivals der Zukunft zu headlinen. Warum das so ist, kann nicht endgültig geklärt werden, zumal der Sound von Arch Enemy noch immer weit vom Geschmack der großen Masse entfernt ist. In jedem Fall ist sich die Band um Mastermind Amott zeitlebens treu geblieben und hat sich ihren Status in über 20 Jahren und mit mittlerweile elf absolut starken Alben und durch unzählige Tourneen ebenso hart und ehrlich erarbeitet. Natürlich haben Arch Enemy ihren melodischen Death/Thrash immer weiter verfeinert, kommerziell war all das aber dennoch nie. Der Erfolg gibt den hart arbeitenden Musikern in jedem Fall recht und die Szene darf froh darüber sein. Dank erfolgreicher Bands wie Arch Enemy wird der Heavy Metal auch in Zukunft nicht als musikalische Randgruppe in kleinen Clubs enden. Dank solcher Bands, die jung und alt gleichermaßen mit ihrer Klasse überzeugen können, wird "unsere" geliebte Musik weiterhin eine gewichtige Rolle spielen.

Innsbruck darf nun also den Tourauftakt darstellen. Die MusicHall scheint der perfekte Rahmen und nach der sagenhaften Sabaton-Party des letzten Jahres (zum Livereview) und dem erbarmungslosen Amon Amarth-Siegeszug dieses Frühjahrs (zum Livereview), sollte heute der perfekte Hattrick abgeschlossen werden.



Es könnte so schön sein... wären da nicht dieser grausame Sound und ein offensichtlich tauber Mischer, der uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht.

Das einzige, was hier und heute perfekt ertönt, ist das "Thunderstruck"-Intro. Vom ersten Ton der augenscheinlich technisch einwandfreien Arch Enemy Show an, sehen sich Fans ungläubig in die Augen: "Wo sind die Gitarren? Wo ist die Stimme? Wo ist die erhoffte "wall of sound"? Was soll der Scheiß?"

Bühnenshow, Stageacting, Songauswahl: All das ist klasse wie erwartet. Brandaktuelle "Will To Power" Songs wie "The World Is Yours", "Blood In The Water" oder das großartige "The Race" stehen manierlich und makellos neben modernen Metal Klassikern wie "War Eternal" und "As The Pages Burn". Großartiges, abwechslungsreiches Songwriting sind jeher die große Stärke von Arch Enemy. Michael Amott hat Balance aus thrashiger Härte und melodischen, hymnischen Death Metal längst perfektioniert, ohne dabei sein Gespür für Spannung und erdrückend harte Strukturen zu verlieren.

Die Band ist agil, spielfreudig und Alissa White-Gluz ist eine mörderisch gute Frontsau. Sie ist der Blickfang. Sie gibt alles, sie animiert und feuert die Menge an. Großes Kino für große Bühnen und mit Sharlee D’Angelo am Bass und einem Ausnahme-Gitarrenduo wie Michael Amott und Jeff Loomis an seiner Seite weiß man, dass man in der absoluten Oberliga spielt. Arch Enemy könnten uns heute mit ihrer Kunst problemlos und vom Allerfeinsten die Rüben abmontieren. Angesichts des leidigen Sounds kann man an diesem Abend aber leider nur erahnen, wie enorm übermäßige Mosher der Güte "No Gods, No Masters", "Dead Bury Their Dead" oder das endgeile "We Will Rise" die Music Hall zum Beben gebracht hätten, wenn der Sound nur perfekt gewesen wäre.
So ist die Stimmung zwar auch klasse, Luft nach oben wäre aber reichlich.



Da der Mensch letztendlich trotz seiner Vorliebe zum Jammern eine genügsame Spezies sein kann, nimmt man heute was man kriegt. Das ist gut, das lässt auch erahnen, zu welcher unsagbaren Livebombe Arch Enemy mittlerweile und in ihrer perfekten, aktuellen Mannschaftsaufstellung geworden sind. Mehr wird's aber leider nicht und nach knapp 90 Minuten und dem unvermeidlichen Highlight "Nemesis" darf man die Music Hall mit mindestens einem weinenden Auge auch schon wieder verlassen.

Es war fein, aber letztendlich war es eine kleine Enttäuschung und schreit nach Wiederholung und Wiedergutmachung. Gäbe es den Videobeweis auch im Metal, dann gäb's glatt Rot für den Mischer und wir würden nicht lange auf ein Wiederholungsmatch warten müssen...

Setlit Arch Enemy:

1. Set Flame to the Night
2. The World Is Yours
3. Ravenous
4. Stolen Life
5. Blood in the Water NEU
6. War Eternal
7. My Apocalypse
8. You Will Know My Name
9. The Race
10. As the Pages Burn
11. Burning Angel
12. The Eagle Flies Alone
13. No Gods, No Masters
14. Dead Bury Their Dead
15. We Will Rise
16. Avalanche
17. Snow Bound
18. Nemesis
19. Fields of Desolation
20. (Outro)

Für die Fotos bedanken wir uns bei unserem Kumpanen Manuel Domann!













@C
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