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Amon Amarth, Dark Tranquillity
30.03.2017, Music Hall, Innsbruck 
 
Die Schweden spielen Death Metal. Großartig, erbarmungslos nach Vorn und verdammt heavy. Mit Kommerz hat das rein gar nichts zu tun und einen weiteren Beweis dafür hat die "sold-out"-Show in der Music Hall geliefert...
DarksceneTom
DarksceneTom
(131 Live-Berichte)
30.3.2017: March Over Innsbruck!

Es gibt ohne Zweifel schlechtere Geburtstagsparties, als wenn mit Amon Amarth und Dark Tranquillity gleich zwei Hochkaräter aus Schweden bei frühsommerlichem Kaiserwetter in die Tiroler Schlucht einrudern, um eine superbe (Melodic) Death Metal Party auf allerhöchstem Niveau und vor rappelvollem Haus in der "sold-out" Music Hall Innsbruck zu feiern.
Eine Amon Amarth Liveshow ist immer noch eine fette Death Metal Messe und das ist auch heute nicht anders. Der Triumphzug der Wikinger geht unaufhaltsam weiter!

Dark Tranquillity

Dass mit Dark Tranquillity eine meiner alltime-Lieblings-Schweden bereits kurz vor 20:00 Uhr auf die Bretter geschickt werden, macht das gemütliche Einstiegsbierchen zwar zu einer stressigen Angelegenheit, Spielfreude und eine stimmungsvolle Lightshow entschädigen dafür aber recht schnell. Dass wir Omnium Gatherum aufgrund der doch sehr frühen Spielzeit verpasst haben, werden wir überleben. Ärgerlicher ist da schon, dass Dark Tranquillity mit ziemlich reduziertem Sound auf die Bühne gejagt werden. Umso mehr schade, da die transparenten und teils filigranen Melodic-Death Metal Songs ihre ganze Pracht wirklich nur in voller Soundwucht entfalten können. Die Band indes sieht das lockerer, als unsereiner. Bestens gelaunt und sichtlich zufrieden damit, dass ihnen bereits knapp 1000 Menschen die Devils-Horns entgegen strecken, liefern die Göteborger auch in ihrer neuen Bandkonstellation, einen gewohnt souveränen Gig. Allen voran natürlich wie immer Blickfang und Sympathieträger Mikael Stanne, der seine Jungs souverän durch den Set lenkt.



Neben den beiden Gründungsmitgliedern Anders Jivarp an den Drums und Gitarrist Niklas Sundin, haben Dark Tranquillity mittlerweile ja auch ex-Tiamat und Avatarium Live-Bassisten Anders Iwers mit an Bord. Dass sich dieses coole Szene-Urgestein natürlich auch bei seinem neuen Brötchengeber verdammt gut schlägt, muss nicht gesondert erwähnt werden.
Der Auftritt der Schweden ist klasse, hätte aber eben noch besser sein können, wenn der Sound mitgespielt hätte. Daran, dass sowohl die "Atoma"-Songs wie "Clearing Skies", "Force Of Hand", "Atoma" oder das bärenstarke "Forward Momentum" nicht nur auf Platte amtliche Knaller sind, ändert das letztendlich aber nur wenig. Klasse Songs von einer klasse Band. Schade ist aber auch, wie viele unsterbliche Hits Dark Tranquillity heute nicht in der Setlist haben, die sich bis auf den "Projector"-Übersong "ThereIn" (zugleich der Höhepunkt der Show) und den "Construct"-Hit "The Science Of Noise" ausschließlich auf Nummern von "Fiction" konzentriert.



Nach knapp 45 Minuten ist Schicht im Schacht. Eine Unmenge großer Songs bleibt außen vor und dennoch war das gebotene (so wie immer) auf absolutem Top-Level. Dark Tranquillity sind und bleiben eine ebenso coole, wie auch sympathische und verdammt gute Band. Eine Band, die man sehr gerne auch mal als Headliner in Tirol begrüßen würde. Die heutigen Publikumsreaktionen sprechen eindeutig dafür!

Setlist Dark Tranquillity:
1. Force of Hand
2. The Lesser Faith
3. Atoma
4. The Science of Noise
5. Forward Momentum
6. Terminus (Where Death Is Most Alive)
7. The Pitiless
8. ThereIn
9. Clearing Skies
10. Misery's Crown



Amon Amarth

21:10 Uhr: March Over Innsbruck!

Nicht nur mit verdammt breiter Brust und einem erfolgreichen ersten Teil der Jomsviking Tour des letzten Jahres am Boot, sondern auch mit einer superben Setlist am Langschild, schlagen Amon Amarth - die vom elitären Underground-Metaller gern als "Hitparaden-Wikinger" geschimpften Outlaws - endlich wieder in Innsbruck auf. Es ist nach 2003 und 2009 bereits die dritte Innsbruck Show der Schweden, mit den beiden Wörgl-Gigs 2004 und 2009 somit bereits das fünfte Tirol-Gastspeil und jedes einzelne war klasse und mitreißend. Genauso wie jede einzelne Amon Amarth-Show es immer war und sein wird. Egal ob auf riesigen Festivalbühnen oder in kleinen Hallen: Die Schweden haben noch nie was anbrennen lassen und ihre ureigenen, unverkennbaren Songs, ihre Spielfreude und ihre sympathische Ausstrahlung haben sie noch immer zu Siegern werden lassen. Hier und heute scheint der Triumph aber vielleicht noch eindrucksvoller:
Amon Amarth marschieren von der ersten Sekunde an über Innsbruck, als ob es kein Morgen gäbe!



Die Pyros bleiben in der Music-Hall zwar leider außen vor, aber auch ohne die monströsen Feuerfontänen lässt sich die Bühnenshow der Jomsviking Tour durchaus sehen. Licht, Rauch und Nebel werden perfekt inszeniert und die als Joms-Wikinger verkleideten Statisten machen auch richtig gut was her. Egal ob sie Spalier stehen, mit Pfeil und Bogen das Publikum anvisieren, oder zur Schlacht rufen. Der Hammer kreist von Beginn an erbarmungslos über Innsbruck und reist jeden einzelnen mit! Mittendrin steht der fette Drumriser, flankiert von zwei überdimensionalen Hörnern. Richtig fett meine Herren und genau so fett trümmert ein Hieb nach dem anderen durch die rappelvolle Halle. Was für ein riesiges Sammelsurium an Hits die Schweden mittlerweile im Langschiff mitführen, beweist allein schon der Einstieg in die 90-minütige Hammershow, die einmal mehr zur perfekten Death Metal Party werden sollte.

"The Pursuit Of Vikings" ist ohne Frage einer der größten Hits, die im Death Metal je produziert wurden. Die Gitarrenmelodie kennt jeder, der Groove geht jedem in Mark und Bein. Fett, fetter, oberfett und wer mit so einem Überhit in den Set startet, der muss vor Selbstvertrauen geradezu strotzen. Die Stimmung geht volley durch die Decke, Amon Amarth bangen vom ersten Takt an wieder den kollektiven Propeller und der prägnante Chorus wird von einem Gros der 1.350 Fans lauthals mitgegröhlt:

"Odin! Guide our ships
Our axes, spears and swords
Guide us through storms that whip
And in brutal war!"




Das Motto für die heutige Nacht kann klarer kaum sein! Die Horde an Anlauf genommen und wird erst Einhalt gebieten, wenn die Schlacht geschlagen ist.
"No guts, no glory", haben die Genre-Götter Bolt Thrower eins verlauten lassen und diese Ansage trifft die Amon Amarth-Show so wuchtig und erbarmungslos, wie der berstende Thorshammer. Hits, Hits, Hits....wuchtiger, melodiöser Death Metal in Perfektion. Die folgenden eineinhalb Stunden vergehen wie im Flug. Flankiert von donnernden Grooves, schweren Riffs, sägenden Leads und druckvollen Rhythmen triumphieren Amon Amarth sympathisch und konsequent wir gewohnt. Das Propeller-Moshgeschwader läuft einmal mehr zur Höchstform auf.

"As Loke Falls" und die erwartet grandiose Livewatschn "First Kill" fräsen eine amtliche Schneise in den Moshpit der ersten Reihen. Johan Hegg hat leicht lachen. Die Menge frisst ihm aus der Hand und man vergönnt es ihm und seinen Mannen von Herzen. Amon Amarth sind eine der Bands, die sich seit über 20 Jahren unermüdlich den Arsch abgetourt haben. Egal, wo man die Schweden live erlebt hat, sie haben immer funktioniert und gewonnen. Sie waren immer Klasse! Die "Jomsviking European Tour" ist nun, nach der epochalen "sold-out" 2013er-München Show (zum Livereview), ohne Zweifel ein weiterer Höhepunkt bei dem wir dabei sein dürfen und das aktuelle Studioalbum hat das seine dazu beigetragen. Ich hab's bereits beim "Jomsviking" Albumreview) angekündigt: Amon Amarth reckten mit "Jomsviking" konsequent den nächsten Hammer gen Walhalla und der Triumph war schon vorprogrammiert! Den Schweden ist ein Knaller voll typischer, melodischer und fett drückender Viking-Hymnen gelungen. Nach zwei starken, aber doch recht unspektakulären Werken hatten Hegg und Mannen den mächtigsten Hammer seit acht Jahren ausgepackt und die fette Ernte dafür fahren sie nun ein.



Wer die Band und ihre Fans hier live erlebt, der weiß dass sich beide Seiten all das redlich verdient haben. "Sold-Out" steht unter fast allen Shows der Tour und neue Hymnen der Güte "The Way Of Viking" oder das großartige "One Thousand Burning Arrows" beweisen deutlich warum das so ist!

Die Setlist diesmal ohnehin ein besonderer Genuss! Auch wenn ich Übersongs wie "Gods Of War Arise", "Varyags of Miklagaard", "Victorious March" oder "Where Silent Gods Stand Guard" mehr als schmerzlich vermisse, jagen Amon Amarth einen Donnerschlag nach dem anderen aus den Rohren. "Destroyer Of The Universe" ist der ultimative Schremmhammer, "Deceiver Of The Gods" montiert immer wieder Rüben ab und die zeitlosen Manifeste wie der gnadenlose Banger "Death In Fire", das Groovemonster "Tattered Banners And Bloody Flags" und das (meiner Meinung nach alles überragende) "Runes To My Memory" zwingen sogar die ältesten Knochen in die Luftgitarrenpose, um ihr schütteres Haupt kreisen zu lassen. Weltklasse!



DIe ausgelassene und gewohnt friedliche Stimmung, eine dauerbangende Band und ein grinsender Johann Hegg sind es auch, die die Zugaben zum Triumph machen. "Raise Your Horns" ist genau jener Livekracher, den man bereits am Album erahnt hat und das Monsterriff und der wuchtige Refrain von "Guardians Of Asgard" sind ohnehin mit das Beste, das im Death Metal je geschrieben wurde. Die Menge geht nochmals richtig ab, bevor sich "Twilight Of The Thundergod" mit seiner einprägsamen Gitarrenmelodie aufmacht, ein letztes Mal Schädel zu spalten.

Der Marsch ist vorbei. Die Schlacht ist geschlagen und es hat nur Sieger gegeben! Amon Amarth zücken nochmals ihre Hörner, um mit dem Publikum zu trinken. Woher und von welchem Viech Johan Hegg sein überdimensionales Horn wohl hat, muss an anderer Stelle geklärt werden. Uns bleibt nur, von einer grandiosen Show zu berichten, die zwar gern noch ein wenig länger hätte dauern können, die am Ende aber nicht den kleinsten Grund zur Kritik gibt.

Es war großartig und es ist immer wieder unglaublich, wie erfolgreich fett wummernder und ausnahmslos nach Vorn schiebender Death Metal sein kann. Auch wenn die Underground-Elite-Murfel eine Band wie die Schweden ob ihres Erfolgs wohl belächeln und abtun:
Amon Amarth spielen Death Metal. Großartig und verdammt heavy und mit Kommerz hat all das rein gar nichts zu tun. Sonst würde der Sound ein altes, und verdammt abgebrühtes Scheid wie mich nicht so mitreißen und ich würde nicht, tatsächlich völlig verschwitzt, aus der Halle kriechen...



Amon Amarth Setlist:
1. The Pursuit of Vikings
2. As Loke Falls
3. First Kill
4. The Way of Vikings
5. At Dawn's First Light
6. Cry Of The Blackbirds
7. Deceiver of the Gods
8. Tattered Banners And Bloody Flags
9. Destroyer of the Universe
10. Death in Fire
11. One Thousand Burning Arrows
12. Father of the Wolf
13. Runes to My Memory
14. War of the Gods
---
16. Raise Your Horns
17. Guardians of Asgaard
18. Twilight of the Thunder God

Für die Fotos bedanken wir uns bei unserem Kumpanen Manuel Domann. Die komplette Galerie gibt es wieder bei Freizeit-Tirol zu bestaunen...





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