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Treat - Drummer Jamie Borger im Interview...
Treat - Drummer Jamie Borger im Interview...  
Was haben die Backstreet Boys, N'Sync und die Eier von Blackie Lawless mit den schwedischen Melodic Rock-Göttern von Treat zu tun? Die Antwort darauf und viel, viel mehr erfahrt Ihr im mehr als relaxt geführten, exklusiven DS-Interview mit Treat-Drummer Jamie Borger...
Maggo
Maggo
(16 Interviews)
For the English version of the interview, please scroll down...
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DarkScene: Gratulation zu Eurem grandiosen neuen Album "Coup De Grace" (zum Review…), das ich mit 9 von 10 möglichen Punkten im Review belohnt habe. Obwohl das Release-Datum im März war, habe ich das Album kurzerhand trotzdem bereits als „das Melodic Rock-Album des Jahres 2010“ betitelt. Im Nachhinein gesehen, was sind Deine Gedanken zum neuen Album mit etwas zeitlichem Abstand?

Jamie Borger: Hey, warum hast Du uns nicht 10 Punkte gegeben? Das möchte ich schon gern wissen… (lacht) … nein, im Ernst, wir haben ganz einfach versucht, gute Songs zu schreiben. Songs, die nicht nur Treat repräsentieren würden, sondern darüber hinaus wie Treat im Jahr 2010 klingen würden und während dieses Prozesses trotzdem die heutige Musiklandschaft so weit als möglich auszublenden. Der Fokus lag ganz klar darauf, diese Melodic Rock-Vibes aufrecht zu erhalten und die Songs stellenweise mit ein paar Ecken und Kanten zu versehen. Ich weiß nicht, ob’s Dir aufgefallen ist, aber wir zeigen zwei Seiten auf diesem Album. Einige der Songs sind ein bisschen auf der poppigeren Seite, andere wiederum sind auch sehr heavy geraten. Eine gute Mischung daraus zu erzielen, war unser Ziel.

DarkScene: Das ist Euch auch bravourös gelungen. Das Album ist eine perfekte Mixtur aus 80er-beeinflußtem Hard Rock, Melodic Rock mit einem kleinen Schuss Heavy Metal mit einer modernen Produktion…

Jamie Borger: Ganz genau. Das ist punktgenau das, was wir auf diesem Album einfangen wollten und was Treat auch früher immer schon ausgemacht hat. Wir wollten auch in keinster Weise die melodischen Teile – viele würden auch cheesy dazu sagen – ausschließen. Wir mögen das nach wie vor und stehen auch dazu. Hey, warum auch nicht?



DarkScene: Wie sind die Reaktionen seitens der Presse auf das Album ausgefallen?

Jamie Borger: Wir bekommen ganz fabelhafte, sensationelle Reviews, sogar von Institutionen wie dem Classic Rock Magazin. Die haben der Scheibe ebenfalls 9 von 10 Punkten gegeben. Bei Melodicrock.com haben wir sogar 100 von 100 bekommen. Wow, viel mehr kann man gar nicht erreichen. Das ist schon eine große Genugtuung. Wir hätten uns auch nur auf ein paar Live-Shows in unregelmäßigen Abständen einlassen können – wenn man allerdings ein neues Album machen will, muss das perfekt genau nach Plan ablaufen. Und wir wussten ganz genau, dass wir noch so ein gutes Album drauf haben würden.

DarkScene: Gibt’s auch Feedback aus den Staaten?

Jamie Borger: Absolut. Frontiers ist ja neuerdings auch in den Staaten aktiv. Daher trudeln auch von dort massenweise hervorragende Reviews ein. Gerade neulich habe ich wieder ein Mail erhalten mit 10 tollen Reviews aus den USA. Sogar die Amerikaner scheinen das neue Album zu mögen, obwohl diese Art von Musik dort tot ist. Trotzdem schrieben sie – so wie ihr – von einem erfrischenden Album mit 80ies Vibes, sehr melodisch mit großen, eingängigen Refrains.

DarkScene: "Coup De Grace" (Französisch für „Gnadenstoß“ – Ursprung aus dem Frankreich des späten 17. Jahrhunderts; Anm.d.Red.) ist ein interessanter und zugleich ungewöhnlicher Name für ein Album, der sich auch im Artwork und in den Bandfotos im Booklet wieder spiegelt. Warum habt Ihr dieses Thema für das Album gewählt?

Jamie Borger: Die Idee stammt von Anders (Wikström – g; Anm.d.Red.)…

(In diesem Moment betritt The Poodles Sänger Jakob Samuel laut pfeifend den Raum…)

Jakob Samuel: Nein, eigentlich war’s ausschließlich meine Idee… (lacht)



Jamie Borger: Du hast versprochen, das nicht zu verraten… (lacht)

Jakob Samuel: Wieso nicht?

Jamie Borger: … wir dachten, dass dies ein ziemlich cooles Thema für ein Album wäre und mal ganz was anderes. Anstatt 5 Jungs, die sich in ein Leder-Outfit zwängen um hier einen abzuposen, im Booklet zu haben, fragten wir uns, ob wir uns nicht in Kriegskostüme aus dem 18. Jahrhundert werfen sollten mit Blut, Blasen und all dem Zeug was dazu gehört. Wir fanden die Idee cool.

DarkScene: Wir sprechen aber nicht über ein Konzeptalbum als Ganzes, oder?

Jamie Borger: Nein, nein, nein. Wir dachten einfach, dass das eine coole Sache für die Bandfotos sein würde.

DarkScene: "Coup De Grace" beinhaltet eine Menge wirklich fabelhafter Songs, wobei "Roar" und "Skies Of Mongolia" die ultimativen Hit-Singles sind. Viele Bands, die sich nach so langer Zeit wieder zusammen finden, benötigen ein, zwei Alben, um sozusagen den Staub abzuschütteln bevor sie wieder voll im Saft sind. Wie ist es Euch gelungen, von 0 auf 100 in einer dermaßen überzeugenden Manier wieder durch zu starten und wie seid Ihr das Songwriting für dieses Album angegangen?

Jamie Borger: Anders ist einer dieser Songwriter, die konstant mit neuen Ideen daher kommen…

DarkScene: Ist er der Haupt-Songwriter in der Band?

Jamie Borger: Oh ja. Das war er immer schon. Anders hat die Song-Ideen und kommt mit Song-Strukturen in unser Studio, wo wir als Band dann Ergänzungen vornehmen. Er tritt dann immer an uns heran – so ungefähr – „Hey Jamie, was denkst Du, wie sollen wir die Drums machen?“. Er gibt mit immer absolut freie Hand für meine Parts. Wir arbeiten einfach so lange an den Songs bis sie wie ein richtiger Treat-Song klingen. Weißt Du, er schreibt so unheimlich viele Songs für so viele ganz unterschiedliche Künstler. Aber wir wissen immer sofort, ob der Song für Treat was taugt oder nicht.



DarkScene: Schreibt er auch für Künstler außerhalb des Rock- und Metal-Genres?

Jamie Borger: Ja. Die komplette Bandbreite. Er hat z.B. auch für die Backstreet Boys und für N’Sync geschrieben…

DarkScene: Wirklich? Sehr interessant… das ist dann sozusagen sein „Hauptberuf“ (lacht)?

Jamie Borger: (Lacht)… ja, das ist sein Hauptberuf. Das macht er schon seit gut 20 Jahren. Er hat auch was für das Solo-Album von Eric Martin (Mr.Big) geschrieben…

(The Poodles Drummer Kicken, der neben uns auf seinem Laptop arbeitet, bringt sich ins Gespräch ein…)

Kicken: Er hat auch für uns einen Song geschrieben…

DarkScene: Welchen?

Kicken: "Like No Tomorrow" (vom "Clash Of The Elements"-Album (zum Review…); Anm.d.Red.)

DarkScene: Sehr interessant zu hören… was hat eigentlich zu dieser Treat Reunion geführt? Was hat Euch dazu bewegt, nochmals einen neuen Start zu wagen?

Jamie Borger: Die Idee für die Reunion ist auf meinem Mist gewachsen. Ich bin mal zusammen mit Anders zum Sweden Rock Festival gefahren und während der Fahrt sagte ich zu ihm „Wie wär’s, wenn wir die Band wieder reaktivieren würden?“. Er sagte „Das würde wahrscheinlich nicht funktionieren, da Robert (Ernlund – voc; Anm.d.Red.) keine Interesse hat“. Ich antwortete ihm, dass ich viel mit Rob in letzter Zeit gesprochen habe, weil wir sehr enge Freunde sind und ich ständig bei ihm im Haus für Barbecues und so Sachen abhänge, und diese Sache schon ein oder zwei Mal angeschnitten hätte. Rob sagte, dass wir ja mal zu dritt ins Studio gehen könnten, nur um zu sehen, wie es sich anfühlt. Das taten wir dann auch und spielten 2, 3 Songs zusammen. Wir riefen dann sofort Nalley (Pahlsson – bass; Anm.d.Red.) an und baten ihn herzukommen und so spielten wir 7, 8 Songs und es klang verdammt gut. Als nächstes setzten wir uns mit Pat (Appelgren – keys; Anm.d.Red.) zusammen. Er teilte uns mit, dass er mit seinem Beruf – er ist Managing Director im Publishing-Zweig von Universal – zeitlich voll ausgelastet wäre, er sich aber vorstellen könnte, für ein paar Festivals wieder mitzuspielen. Also spielten wir Sweden Rock 2006 und einige andere Festivals, was dazu führte, dass wir mehr und mehr und mehr spielten und irgendwann kam dann mal der Gedanke an ein neues Studioalbum. Dieser Prozess erstreckte sich über fast 2 Jahre.



DarkScene: War "Coup De Grace" nur ein einmaliges Ding oder plant ihr langfristig?

Jamie Borger: Wir wissen es noch nicht. Wir können einfach nur ganz wenig touren. Wir spielen – wie gesagt – ab und zu ein paar Festivals, aber das war’s dann eigentlich auch schon wieder. Alle 5 Bandmitglieder sind sehr beschäftigt, weswegen wir nur limitierte Zeit für die Band zur Verfügung haben. Wir versuchen, so viel wie möglich mit Treat zu machen, aber vergiss nicht – wir werden auch schön langsam alt und faul… (lacht)

DarkScene: Was ist Dein Hauptberuf?

Jamie Borger: Ich bin Autohändler. Dies strapaziert aber nur so ca. 30% meiner Zeit. Ich spiele noch in vielen anderen Bands als „hired gun“ – also sozusagen als „Miet-Musiker“ – also bin ich auch sehr viel im Studio und auf Tour mit anderen Bands.

DarkScene: In letzter Zeit kommen so unglaublich viele geile schwedische Bands raus. Hast Du eine Erklärung dafür, dass Schweden der weltweiten Musikszene momentan dermaßen den Stempel aufdrückt? Liegt Euch das in den Genen? Ist das bei Euch in der Muttermilch drin?

Jamie Borger: Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Ich hab mich das auch selber schon einige Male gefragt. Die schwedische Musikszene ist im Allgemeinen sehr lebendig in allen möglichen Sparten. Vielleicht liegt’s daran, dass wir schon in sehr jungem Alter in Bands zu spielen anfangen und wir daher schon früh einen Sinn für Musik entwicken.



DarkScene: Stimmt es, dass es in Schweden Proberäume gibt, die von der Regierung gesponsort werden?

Jamie Borger: Ja, ja. Sehr viele sogar. Wir haben Unmengen davon, auch in Stockholm. Schweden ist sehr auf seine Kultur bedacht und sie wollen diese lebendige Szene erhalten. Das gibt es allerdings auch im Sport. Egal ob Fußball, Eishockey oder Basketball – alle werden vom Staat gesponsort. Daher zahlen wir auch so hohe Steuern.

DarkScene: Was machen Treat in der unmittelbaren Zukunft?

Jamie Borger: Wir werden die Sommer-Festivals spielen, auch wieder am Sweden Rock. Nach dieser Tour machen wir Pause, Patrick fährt mit seiner Familie 3 Wochen nach Spanien auf Urlaub – sagte ich nicht gerade „alt und faul“ (lacht). Und ich gehe nach Russland mit einer anderen Band…

DarkScene: Mit welcher?

Jamie Borger: Secret Service. Ein Pop-Band aus den 70er und 80er Jahren. Diese Tourneen machen eine Menge Spaß. Ich spiele mit dieser Band so durchschnittlich 2 bis 3 Mal pro Monat in Russland. Die sind da total angesagt. Auch in Italien, Frankreich – in Deutschland eigentlich gar nicht. Diese Jungs waren riesig, haben Millionen von Alben verkauft, speziell in all den Ost-Ländern. Wie gesagt, es ist sehr interessant mit Ihnen zu spielen und das sind auch richtig große Tourneen. Wir haben letztes Jahr zu Silvester im Moskauer Olympia-Stadion vor 40.000 Leuten gespielt. Kannst Du Dir das vorstellen? 40.000 Leute in einem solchen Stadion. Wenn Du da zu spielen anfängst, kannst Du überhaupt nichts mehr hören, weil die Leute so laut sind. Das mache ich nach dieser Treat-Tour. Ich spiele 3 Shows mit Secret Service - 2 davon in Kasachstan und dann wieder zurück nach Moskau für noch eines. Danach starten wir die Proben mit Treat für die Sommer-Saison, zuerst Sweden Rock und danach noch 4 weitere Festivals.

DarkScene: Hat’s für Dich diese eine Band oder dieses eine Album gegeben, das Dich dazu bewogen hat, ein Instrument zu erlernen und in einer Band spielen zu wollen? Wer waren die Helden Deiner Jugend?

Jamie Borger: Ich war ein Riesen-Fan von Mick Tucker (The Sweet) and Ian Paice (Deep Purple) zur damaligen Zeit. Du konntest also sehr viel Deep Purple und The Sweet in meinem Haus hören in meiner Jugend. Ich war gerade 9 oder 10 und habe zu meinem Drum-Lehrer sofort gesagt, dass ich nichts anderes als "Set Me Free" vom "Sweet Fanny Adams" Album lernen wollte. Er antwortete, dass das vielleicht noch etwas dauern könnte, wir das aber definitiv machen würden (lacht). Und als ich alles von Mick Tucker intus hatte, widmete ich mich Ian Paice und Bobby Rondinelli (Blue Oyster Cult, Rainbow, Quiet Riot, Black Sabbath).



DarkScene: Bist Du bereit für unsere Wort-Assoziationen?

Jamie Borger: Na klar. Leg los…

Nikki Sixx = Bassist
Donington Monsters Of Rock = oh, Flaschen mit Pisse (lacht)
Abba = fabelhaft, großartig – die haben so viele gute Pop-Songs geschrieben – die sind einfach grandios – egal, wo in der Welt Du Dich gerade befindest, kennen sie Abba - sogar auf einer gottverdammten einsamen Insel im Nirgendwo sitzst Du in einer Bar und hörst "Dancing Queen" und "Mamma Mia" - unglaublich
Blackie Lawless = Ich würde sagen „seltsam“ – vor zwei Jahren, als ich mit Talisman beim Sweden Rock gespielt habe, saß ich zusammen mit Jeff Scott Soto (Sänger von Talisman; Anm.d.Red.) und Blackie Lawless im gleichen Auto, dass uns zum Festival brachte – er ist äußerst intelligent, aber irgendwie seltsam – er setzte sich mit weit gespreizten Beinen ins Auto und hatte nur so weite Shorts an – solche wo einem mehr oder weniger die Eier auf der Seite rausfallen – nach einer Weile wiesen wir auf seine „Blöße“ hin, worauf er antwortete „Sorry. Ich habe total vergessen, dass ich diese Shorts anhabe“ – er war sehr cool und nett, aber irgendwie seltsam – Jeff könnte Dir noch stundenlang Stories über Blackie erzählen
Gene Simmons = Geld
Stockholm = eine Schönheit, eine Perle
Joey Tempest = sehr sehr nett – ich mag ihn sehr – er ist einer der wenigen, die noch das Gesamtpaket zusammen haben – er ist auch unglaublich professionell
Hardcore Superstar = großartige Jungs, sehr lustig, gute Freunde von mir
Marcel Jacob = ein sehr guter Freund, den ich unendlich vermisse – ich war über 15 Jahre lang sein Drummer und wir sind zusammen durch dick und dünn gegangen – trotzdem hat niemand erkannt, was in ihm vorging und dass es ihm gar nicht gut ging – das Leben ist hart und niemand sagte, dass es immer leicht sein würde, aber mit diesem drastischen Schritt haben wir nie gerechnet – niemand von uns – nicht ich und auch Jeff nicht – wir waren total schockiert, als das passierte, denn wir beide hatten noch am Tag vor seinem Selbstmord mit ihm telefoniert – vielleicht hat er sich auf seine Weise damit von uns verabschiedet, indem er uns noch angerufen hat

DarkScene: Wähle zwischen…

Jamie Borger:

Schwedische Fleischbällchen ODER Pyttipannaich bevorzuge die Fleischbällchen; Pyttipanna ist mehr oder weniger ein Eintopf aus Resten wo du alles in einen Topf wirfst und es Pyttipanna nennst
Agnetha ODER Frida - Agnetha
Bush ODER ObamaObama definitiv
John Norum ODER Kee Marcelloooooh, das ist nicht leicht – hmmmm – ich würde mich für Kee Marcello entscheiden, weil er ein kompletterer Musiker ist und vielseitiger als John Norum ist
Ozzy ODER LemmyOzzy definitiv
James Hetfield ODER Dave MustaineHetfield
Mit 3 Traumfrauen an einem Pool in Miami chillen ODER dieses Interview machenguuuuut (lacht); beides hat seinen Charme, aber dieser Pool in Miami klingt schon verdammt gut (lacht)
1987 ODER 20102010 definitiv; es ist zwar ein ganz andere Industrie heutzutage, aber glaube ich, dass wir als Musiker im Jahr 2010 viel besser sind

DarkScene: Letzte Worte an unsere Leser in Österreich…

Jamie Borger: Wir würden gern mal in Österreich spielen. Ich hab mal vor langer Zeit in Wien gespielt, weiß aber gar nicht mehr mit welcher Band. Danach gingen wir in so einen riesigen Vergnügungspark (Wiener Prater – Anm.d.Red.). Hey, ich hab mal mit Talisman in Österreich gespielt – muss so Anfang der 90er gewesen sein. Gleich nebenan war so ein Fluss…

DarkScene: Das war in Kufstein. Ich hab Euch dort gesehen.

Jamie Borger: Ja genau. Kufstein. Das war der Ort. Siehst Du – ich war schon bei Euch – zwei Mal sogar.

DarkScene: Vielen Dank für das ausführliche Interview.

Jamie Borger: Danke. Es war mir ein Vergnügen. Danke, dass Ihr gekommen seid.

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English version of the interview:

DarkScene: First of all, congratulations on your terrific new album "Coup De Grace". I gave it a 9 out of 10 rating and although it came out in March and there were like 9 months left to go in 2010 I declared it “the melodic rock album of the year”. Now in retrospect, what are your thoughts on this album after its release?

Jamie Borger: Hey, why didn’t you give it a 10 out of 10? I wanna know… (laughs) … we really tried to write good songs. Songs that would represent Treat. What it would be like if we would release a Treat album in 2010 – what it would sound like. Not focusing too much about what’s going on these days in the music scene. More like what a Treat record would sound like and that was actually what we were really focusing on to keep that melodic rock sorta vibe with a little harder edge here and there. I don’t know if you noticed but we have two sections on the album. Some of the songs are a bit poppier and then we also have a heavier side. We were trying to mix both of them.



DarkScene: Yeah, it’s a perfect mixture of 80ies-influenced Hard Rock, Melodic Rock, a little bit of Heavy Metal with a modern production…

Jamie Borger: … exactly. That was what we were trying to capture because that was basically what Treat was all about back in the days as well. We didn’t wanna leave out the melodic – some would say cheesier – part that we still kinda like. Hey, why not!

DarkScene: How were the reactions from the press?

Jamie Borger: We are getting fabulous, tremendous reviews so far – even from Classic Rock Magazine. They also gave it a 9 out of 10. Melodicrock.com – they gave it a 100 out of 100. Wow, where do you go from there. That’s very gratifying because that’s what we were aiming for. That’s the reason why we actually did an album. We could have just left it there and just do some live shows here and there but if we would do an album it should be perfect just the way we wanted it to be. We knew we would be able to do it with this album.

DarkScene: Did you get any feedback from the USA?

Jamie Borger: Yeah. Very good reviews from over there as well since Frontiers has a label in the US now. I just received an email the other day with ten reviews from the US and they were all awesome – even Americans seem to like it. This type of music is dead over there but they – just like you guys – said that it’s a fresh sounding album with the vibes of the 80ies, still melodic with the big catchy choruses. They are giving it the thumbs up.

DarkScene: "Coup De Grace" is an interesting and at the same time unusual title for an album which is also reflected in the artwork of the album and the band photos in the booklet. Why did you choose this theme for the album and what’s the idea behind it?

Jamie Borger: It was actually Anders (Wikström – g; Anm.d.Red.) who came up with the idea…



At this point The Poodles singer Jakob Samuel comes into the room whistling…

Jakob Samuel: No, it was me who came up with the idea… (laughs)

Jamie Borger: You weren’t supposed to tell… (laughs)

Jakob Samuel: Why?

Jamie Borger: … to be honest we thought it would be a pretty cool theme for the album. We wanted to do something different. Instead of 5 guys putting on the leather doing the usual thing, we said why don’t we dress up like in the 18th century war-time costumes with blisters and blood and shit. It was a cool thing to do.

DarkScene: But there’s no concept behind the entire album?

Jamie Borger: No, no, no. It was just a fun thing to do when we actually started figuring out what to to do with the pictures.

DarkScene: This album has a number of awesome songs on it, "Roar" and "Skies Of Mongolia" being the ultimate hit singles in my opinion. A lot of bands when they come back after such a long break sometimes need an album or two to kind of shake off the dust before they’re back at their full abilities. How did you manage to kick it off in such a convincing fashion right from the get go and how did you approach the songwriting on this album?

Jamie Borger: Anders is one of those songwriters that come up with ideas all the time…

DarkScene: Is he the main songwriter in the band?

Jamie Borger: Oh yeah. It’s always been like that. Anders gets the idea and comes up with the structure of the song, then we kick back in the rehearsal studio to add stuff. He always comes in and asks me “Hey Jamie, what do you think, what should we do with the drums?”. I always get free hands with the drums. We basically just keep working till it sounds like a Treat song. You know, he’s writing so many songs for different artists. You can hear right away. Yes, this is a Treat song or this is not. You can keep that and give it to somebody else.



DarkScene: Does he also write for artists outside of the rock and metal community?

Jamie Borger: Oh yeah. He’s been all over the place. He has been writing for Backstreet Boys and N’Sync...

DarkScene: Really? That’s pretty interesting… I guess that’s his day job (laughs)…

Jamie Borger: (Laughs)… yes, that’s his day job. He’s been doing it for 20 years now for all kinds of artists. He’s been writing for Eric Martin from Mr.Big for his solo album…

The Poodles drummer Kicken who’s doing some emails next to us joins the conversation…

Kicken: He also wrote a song for us…

DarkScene: Which one?

Kicken: "Like No Tomorrow"(from "Clash Of The Elements" - Anm.d.Red.)

DarkScene: Ah, that’s very interesting to hear… what led up to this Treat reunion? What made you start thinking of giving it another try with this band?

Jamie Borger: It was actually my idea. Me and Anders were driving down to Sweden Rock to see a couple of bands and we were sitting in my car and I was like “What do you think about putting the band back together? and he said “Nah, it’s not gonna happen because I don’t think Robert (Ernlund – voc; Anm.d.Red.) wants to do it” and I say “I’ve been talking to Rob a lot lately…” because Rob and me are very close friends, we are living nearby and I’ve been back and forth to his house for barbecues and stuff like that and I even mentioned it once or twice and he said “Yeah, why not. Maybe we should just the three of us go down to the rehearsal studio and see what happens”. So it was actually me, Rob and Anders who went down there and we picked two or three songs and then Nalley (Pahlsson – b; Anm.d.Red.) came down and we kicked off right away. An hour later we already had played like 7 or 8 songs and we figured why not because we sounded pretty good. So we gave Pat (Appelgren – keys; Anm.d.Red.) a call. He agreed but he is very busy these days – he’s a managing director at Universal in the publishing department and got tons of shit to do. So he said “I have so much going on in my professional life. I don’t think I have the time but if there’s a festival here and there I might join in and see what happens.” So we played Sweden Rock Festival in 2006 and did some other festivals and ever since that day we kept playing more and more and more and more which led up to the thought of maybe doing a new album. That was a process of almost 2 years to get the material together.



DarkScene: Are you in this for the long haul or was "Coup De Grace" just a one off thing?

Jamie Borger: We don’t know. We hardly ever tour. We’re just doing festivals every now and then just for the fun of it. All five members in the band are quite busy so we can only do this for a limited amount of time. We try to do it as much as possible but we’re getting old and lazy as well… (laughs)

DarkScene: What is your profession?

Jamie Borger: I’m dealing with cars these days but that’s just about 30% of my time. I play in a lot of bands on the side too as a hired gun. So I’m a lot in the studio and on tour with other guys as well.

DarkScene: In general there are so many great bands coming out of Sweden in the last few years? Do you have an explanation why Sweden has such an enormous impact in rock music worldwide? Do you have it in your genes? Do you feed it in the mother milk?

Jamie Borger: I don’t know actually. I have been asking me that question myself. The Swedish music scene in general is quite vibrating at the time in all kind of territories. It’s steaming right now and to be honest I don’t know why. Maybe it’s because we start playing in bands at a very young age and we have that sense of tone and music in us.

DarkScene: Is it true that the government sponsored rehearsal rooms for bands in Sweden?

Jamie Borger: Yeah, yeah. That happens quite a bit. We have tons of those places – even in Stockholm. They’re very keen on the culture. They wanna keep that vibe going. That’s happening in sports as well. Basketball or football or ice hockey. That’s all sponsored by the government and that’s also why we pay a lot of taxes.
DarkScene: What’s next for Treat after this tour?

Jamie Borger: We’re gonna do festivals this summer. We’re gonna do Sweden Rock again. Actually, after this tour there’s a little break because Patrick is going on a 3-week vacation to Spain with his family – well, there you go… (laughs). And I’m going to Russia with another band…

DarkScene: Which one?

Jamie Borger: Secret Service. It’s a pop band based in the 70ies and 80ies. I’m a hired gun there. Those tours are really fun. Actually, I’m in Russia like two to three times a month with these guys on a regular basis. They’re all over Russia. Also Italy, France, not Germany yet. Those guys were huge, selling millions of albums all over the place especially in those Eastern countries. It’s very interesting with them and those are huge tours. I’ve been playing the Olympic Stadium in Moscow with those guys – 40.000 people on New Year’s Eve last year. Can you imagine? 40.000 people in such a packed place and when you start playing it’s so loud from the audience that you can’t even hear what’s going on. It’s so loud. So that’s what I’m gonna do after this tour. I have 3 shows booked with those guys. I think we’re going to Kazakhstan (?). Yeah, 2 shows in Kazakhstan and then back to Moscow for one more. After that when I get home we’re doing show rehearsals with Treat and then Sweden Rock. And after that we have 4 festivals in a row coming up.

DarkScene: What was that one band or that one album that made you want to pick up an instrument and be in a band? What were your other musical influences as a kid?

Jamie Borger: Personally, I was a big fan of Mick Tucker and Ian Paice back in the days. So there was a lot of Deep Purple and The Sweet going on in my house when I grew up. I was 9 or 10 and I told my drum teacher right away “Can you please teach me how to play like this… and I had "Set Me Free" from the "Sweet Fanny Adams" album on.” He said “That can take a little bit but we’ll get there for sure” (laughs). And when I learned everything from Mick Tucker I moved on to Ian Paice and Bobby Rondinelli from Rainbow.

DarkScene: Are you up for our word association?

Jamie Borger: Sure. Shoot...

Nikki Sixxbass player
Donington Monsters Of Rockoh, piss (laughs)
Abbafabulous, tremendous – they have been writing so many good pop songs, they’re amazing – it doesn’t matter where in the world you are, they know Abba - you can be on a fucking island in the middle of nowhere sitting in a bar and you keep hearing "Dancing Queen" or "Mamma Mia" whatever – that is amazing
Blackie Lawlessstrange I would say (laughs), two years ago we played with Talisman at Sweden Rock, me, Jeff Scott Soto and Blackie Lawless were in the same car going to the festival, he’s very intelligent but kinda weird because he came in with his biker shorts on sitting there like this (with his legs spread – Anm.d.Red.) – his balls almost fell out – after a while we said “Blackie, maybe you should…” – “Oh, I’m sorry, I forgot I got the biker shorts on” – he was very cool and very nice but he’s kinda strange – Jeff has a lot more stories on him
Gene Simmons - money
Stockholma beauty, a pearl
Joey Tempestvery nice actually, I like the guy, he’s one of those guys who still has everything there – he’s a true professional
Hardcore Superstargreat guys, fun band, friends of mine
Marcel Jacoba dear friend missed I have to say – I’ve been his partner in crime for 15 years – we went through a lot of good and bad things together – nobody could really see what was going on in his head that he didn’t feel too good – life is tough – nobody said it would be easy but we didn’t see that one coming to be honest – none of us did – not me, not Jeff, we were completely in shock when it happened – both me and Jeff talked to him the day before it actually happened – but I think it was his way of saying goodbye – being on the phone with the two of us



DarkScene: Of the following, which do you prefer and why:

Jamie Borger:

Swedish meatballs OR PyttipannaI prefer the meatballs – Pyttipanna is more or less made up from leftovers where you put everything together and call it Pyttipanna
Agnetha OR Frida - Agnetha
Bush OR ObamaObama, definitely
John Norum OR Kee Marcellooooh that’s a tough one – hmmmm – I would have to go with Kee Marcello, he’s more of a musician actually – he has a wider range than Norum
Ozzy OR LemmyOzzy, definitely
James Hetfield OR Dave Mustaine - Hetfield
Relaxing with 3 dream women at a pool in Miami OR doing this interviewwell (laughs) – both have its charm but the pool in Miami sounds pretty cool (laughs)
1987 OR 20102010 definitely, it’s a whole different industry these days and hopefully we’re doing better as musicians in 2010 as well

DarkScene: Any last words to our readers in Austria?

Jamie Borger: We’d like to come to Austria. I played in Vienna a long time ago. I don’t even remember with which band. We went to this big amusement park (Wiener Prater – Anm.d.Red.) after the show. Playing in Austria would be nice. Hey, I’ve been playing with Talisman in Austria at the beginning of the 90ies. It was nearby a river…

DarkScene: That was in Kufstein. I’ve seen you guys there.

Jamie Borger: Yeah, Kufstein. That’s the place. See – I’ve been there – twice actually.

DarkScene: Thank you for doing the interview.

Jamie Borger: Thank you. It was a pleasure. Thanks for coming out.


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